Interbeing

Dieses Wort spricht von der wechselseitigen Verbundenheit allen Seins. Unsere Welt, sowie das Universum insgesamt, sind nicht aufteilbar. Sie sind nicht-zweihaft. Sie werden, prozesshaft organisiert als Holon, als Kosmos. Seit jeher ist es der mystische Weg, der dies erfahrbar und erkennbar macht, doch auch etwa die moderne Physik bekennt sich zu dieser Grundeinsicht des Einsseins in Unterschiedlichkeit. Im 20. Jahrhundert war es im westlichen Kulturkreis vor allem Albert Schweitzer, der dieses Bewusstsein als Humanist, als Theologe, als Mediziner und als Künstler erweckt und verbreitet hat.
Die Trennungen und Abspaltungen, die wir immer wieder vornehmen, sind vom Menschen gemacht, konstruiert, Kopfgeburten. Sie wollen die Orientierung – auch für unser Gehirn selbst – erleichtern und verdunkeln daneben doch die Wahrheiten, die über den anthropozentrischen und egozentrischen Blick hinausweisen. Sie verhindern so die Entwicklung des Menschen zu einem integralen und dynamischen Selbst. Eine entsprechende Selbstreflexion, die Erkenntnis und das Empfinden des holistischen Weltzusammenhangs sowie die Annahme der Partnerschaft mit dem Unendlichen und Transzendenten stellen die Grundvoraussetzung für den nächsten und notwendigen Schritt in unserer biologischen und kulturellen Evolution dar. Es ist der Schritt dahin, bewusster Teil des schöpferischen Universums zu werden.

Mehrere meiner Schriften beschäftigen sich mit dieser Frage. Einige davon können hier kostenlos heruntergeladen werden.
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Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Claus Eurich

Letzte Aktualisierung: 10.04.2016