Bewusstsein und tätige Hoffnung

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Ein Gastbeitrag von Markus Stockhausen, Musiker und Seminarleiter Die große, langersehnte Veränderung des menschlichen Verhaltens kann nur durch einen globalen, kollektiven Bewusstseinswandel kommen. Er beinhaltet, dass wir uns der individuellen Verantwortung gegenüber allem Leben auf der Erde bewusst werden, und respektvoll, wertschätzend miteinander umgehen. Die Möglichkeit dazu wäre da, aber es interessiert und berührt zu wenige Menschen. Und so kommen unvermeidlich Krisen, die eine weitere Chance zum Aufwachen geben. Doch parallel zum möglichen Anstieg des Bewusstseins kommen die vielen dämpfenden Strömungen. Dazu zählen alle Arten von Drogen, Ablenkungen, Unterhaltung, Konsumrausch. Aber auch die Schwingungen des Mobilfunks, bald mit 5G, beeinträchtigen … weiterlesen

Lob des Tagtraums

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Wenn ich esse, esse ich Wenn ich putze, putze ich Wenn ich den Garten jäte, jäte ich… …und bin ganz achtsam und präsent bei dem, was ich gerade tue. Und sonst nichts! Ich lebe bedingungslos im Jetzt, verschmelze mit meinem Tätigsein, schweife nicht ab in meine Gedankenwelten. Wer könnte es wagen, diesem Dogma des Zen, der Achtsamkeitslehre und der unzähligen Jetzt-Ratgeber zu widersprechen. Und doch ist heute wieder einmal so ein Tag, an dem meine Innenwelten ihr Recht einfordern. Beim  Spazierengehen mit dem Hund noch in der Dunkelheit des Morgens, beim Laub Rechen, beim Fegen der Küche meldet sich der … weiterlesen

Es war einmal…

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Die Welt der Vergangenheit ist eine besondere Welt. Und sie lebt in jedem von uns als jeweils etwas ganz Eigenes.Mit der Vergangenheit schauen wir auf einen an sich geschützten Raum. Er hat seine eigene Identität und eine eigene Würde. Er entzieht sich unserer intervenierenden Verfügbarkeit. Der Vergangenheit können wir aus dem Blick der Gegenwart heraus zudem niemals ganz gerecht werden. So viele Zeugnisse und Artefakte kann es nicht geben, um dies zu leisten. Und so sollten wir sie, im strengen Sinne, eigentlich auch immer nur mit viel einfühlendem Bemühen aus sich heraus zu verstehen suchen. Oft aber denken und deuten … weiterlesen

Die Würde des Lebens

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Die Würde des Lebens ist unantastbar In der modernen Welt hat sich der Mensch ins Zentrum allen Geschehens gerückt. Er ist sich selbst der einzige und letzte Maßstab geworden. Der technische Fortschritt und der teilweise unermessliche Reichtum wurden mit der schonungslosen Ausbeutung der Lebensgrundlagen und der natürlichen Ressourcen bezahlt. Das nichtmenschliche Leben geriet in diesem Prozess zur reinen Verfügungsmasse für menschliche Konsumbedürfnisse und den Ruf nach immer mehr. So hat ein gewaltiges Artensterben begonnen. Die großen Verfassungen auf dieser Erde haben dies befördert. Dies gilt auch für das ansonsten großartige Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Der Mensch alleine ist hier Ausgangs- … weiterlesen

Kollektivwahn

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Wenn wir über das sogenannte Böse sprechen, denken wir zumeist an Personen, in denen es eine Ausdrucksweise findet. Doch gerade der Aspekt des Kollektiven ist für sein Verständnis von außerordentlicher Bedeutung. Im kollektiven Bewusstsein und im kollektiven Unbewussten hat das Böse eine unbegrenzte Heimstatt. Von hier aus kann es die einzelnen Menschen infizieren. Es macht sie zu Tätern und/oder führt sie in eine Haltung der stillen Hinnahme, die gegen das Unrecht nicht aufbegehrt bzw. die es verleugnet oder verharmlost. Im Rassismus und in religiösen/ideologischen Verblendungen findet der kollektive Schatten als Massenwahn seine vielleicht brutalste und ausuferndste Ausprägung. Oft wendet sich … weiterlesen

Unsterblich?

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Gastbeitrag (incl. Foto) von Tilman Evers „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Wir kennen diesen Satz von Albert Schweitzer, in dem er seine Gedanken zur Ehrfurcht vor dem Leben verdichtete. Wie aber steht dazu der andere Satz, der sich daran anfügt: Wir sind sterbliche Wesen, die den Tod scheuen, inmitten von sterblichen Wesen, die den Tod scheuen? Hebt das nicht den ersten Satz auf, weil doch sowieso alles untergeht? Im Gegenteil. In jedes Lebewesen ist der Zyklus von Geboren-Werden, Reifen und Sterben, von Keimen, Blühen und Verwelken eingebaut – und nur deswegen kann es … weiterlesen

Leere und Liebe

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Die meditativen Schritte in die Stille werden in manchen Wegen und Schulen von der Aufforderung begleitet, den Gedanken und vordergründigen Empfindungen zu entkommen. Tauche ein in die Tiefe der Stille und die Stille hinter der Stille. Lass dich von ihr tragen, in einer Haltung metaphysischer Nüchternheit und innerer Gelassenheit. Der Raum, in dem du dich dann aufhältst, gilt als der Raum des Nichtwissens, des Nichtempfindens, der Leere. In ihm lässt du los; er reinigt dich und dein Bewusstsein. Suche dort kein DU, zu dem hin du dich innerlich ausrichtest, denn es wäre nur eine Projektion deiner Sehnsucht. Bis zu einem … weiterlesen

„Förster“ sein

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Dass große Teile des Waldes auch in unserem Land bedroht sind, ja sich bereits, wie bei den Fichten, ein dramatisches Baumsterben ereignet, ist keine Neuigkeit. Trockenheit, entsprechender Schädlingsbefall, Monokulturen tragen ihren Anteil daran. Förster sind deswegen bereits seit Längerem mit der Frage beschäftigt, wie sich die Bewaldung unter veränderten klimatischen Bedingungen anpassen muss. Sie denken dabei in anderen Planungszeiträumen als Politiker oder auch jede(r) von uns dies gemeinhin tun. Förster denken im eigentlichen Sinne nachhaltig. Sie kennen die Zyklen der Natur. Eine Fichte braucht 80 – 120 Jahre, bis sie geschlagen werden kann, eine Buche 120 – 160 Jahre und … weiterlesen

Verwirkt

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In Gesprächen mit manchen Vertretern der politischen und ökonomischen „Eliten“ bzw. in deren Selbstoffenbarungen und Verlautbarungen fällt eine oft seltsam anmutende Beschränktheit auf. Sie ist der Verfangenheit in einer Weltwahrnehmung und Weltdeutung geschuldet, die wir systemisch nennen können. Du bist im Denken und Analysieren gleichsam programmiert auf das Selbstverständnis, die Abläufe, die inneren Logiken und die Bedürfnisse der Kontexte hin, in die du dich hinein sozialisiert hast – ob gewollt oder ungewollt oder in einer Mischung. Systemisch und entsprechend zentrisch ist der Blick des Ökonomen und der ökonomisch Handelnden auf das Wirtschaftssystem, in dem sie wirken und das sie repräsentieren. … weiterlesen

Vermehrung und die Grenzen des Wachstums

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Ein Gastbeitrag von Achim Weimer DerDalai Lama hat es so ausgedrückt: Jeder Mensch ist ein wunderbares Wesen. Aber es gibt zu viele dieser wunderbaren Wesen auf dem Planeten. Wenn wir es nicht Katastrophen – Hunger, Krieg, Seuchen – überlassen wollen; wenn wir auch dem Rat Stephen Hawkings noch nicht folgen können, Wohnstatt auf einem anderen Planeten zu suchen; dann bleibt die Überbevölkerung das große Grundproblem, an dem jeder Versuch einer globalen ökologischen Wende scheitern wird. Wollten wir aus Einsicht weniger werden, hieße das, weniger Kinder in die Welt zu setzen. Wirklich wirkungsvoll wäre dann die Ausrichtung auf eine weltweite Ein-Kind-Politik. … weiterlesen