Mut zum Sein

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Mut zum Sein Die Überlebensfrage ist die existentielle Frage, die sich heute unserer Gattung stellt. Es geht um nicht mehr und nicht weniger. Ihr können wir nur durch das Bewusstsein der Teilhaftigkeit und der universalen Verbundenheit angemessen gegenübertreten, nicht aber durch Distanzierung oder Verdrängen. So lässt sich auch der Verführung durch jene Heilsversprechen vorbeugen, in denen die radikale Herausforderung in der wir stehen, gefährlich simplifiziert wird. Vielfalt und Widersprüchlichkeit des Gegenwärtigen dulden keine Vereinfachung und damit verbundene Ausweichprozesse. Das mögliche Neue zeigt seine Konturen vielmehr im Erfahren und Aushalten dessen, was ist und damit dem Mut zum Sein. Von diesem … weiterlesen

Erhabenheit am Wegesrand

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Erhabenheit am Wegesrand Der Mensch ist das Ergebnis der Verbundenheit mit dem Leben an sich in all seiner Vielfalt. Wir können ihn sehen als eine Art Essenz aus dieser unglaublichen Komplexität voller Überraschungen und voller Schönheit. Vielleicht will der Wunderregen der Schöpfung und Evolution sich ja im und durch den menschlichen Geist selbst erkennen – und zwar in der ganzen Bandbreite der Seinsmöglichkeiten und ihrer Wesenhaftigkeit. Dazu gehört dann allerdings auch, dass sich in uns eine Essenz des bewussten Bösen, das Pflanzen und Tiere nicht kennen, zeigt bzw. zeigen kann. Wenn wir einen Moment der These vertrauen, dass der Mensch … weiterlesen

Kairos 2: Einbruch des Ewigen in das Zeitliche

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KAIROS 2 Einbruch des Ewigen in das Zeitliche   Der christliche Mystiker Meister Eckehart (1260 – 1328) spricht davon, dass Gott, wie er dich findet, „so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist.“ Denn „Gott ist ein Gott der Gegenwart.“ Hier ist nicht von Interesse, woher die Chancen des Moments kommen. Es zählt alleine, sie zu nutzen, mit aller Kraft, die im Augenblick liegt. Wir sprechen von dieser Zeitgegebenheit als Kairos. Der Kairos tritt als Chance und Herausforderung in die Existenz, stößt an, zur rechten Zeit zu handeln. Da … weiterlesen

Vision trifft Kairos

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Vision trifft Kairos Die Vision richtet, vom Jetzt und seinen immer vorhandenen Möglichkeiten her kommend, die Wahrnehmung auf das, was werden will. Und sie ermutigt, die Chance zur Verwirklichung in genau diesem Moment zu sehen, denn handeln können wir immer nur im Jetzt. Das meint Kairos-Bewusstsein. Der Kairos holt die Chance als verwirklichbar in die Existenz. Er stößt an, zur rechten Zeit zu handeln und ermahnt zur inneren Wachheit und Achtsamkeit. Denn jeder Mensch ist einmalig und versehen mit der Verantwortung, dass das, was er tut und nicht tut, in dieser Weise sonst niemand tut oder nicht tut. Der Kairos … weiterlesen

Was für eine Vision?

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Was für eine Vision? Wir lesen bereits in der Hebräischen Bibel, dem sogenannten Alten Testament, dass ein Volk ohne Vision zugrunde gehe. Doch gilt dies nicht nur für eine Land, ein Volk oder eine Gesellschaft. Es gilt dies im selben Maße für alle Formen menschlicher Vereinigungen – bis hin zur Paarbeziehung. Die Vision zieht uns, sie gibt uns Richtung. Umso erschreckender auch in diesem Wahlkampf wieder, der gerade zu Ende gegangen ist, dass neben allem Wortgeklingel nirgendwo eine Ahnung zu erspüren war, welche Vision denn lebt von einem gelingenden Leben in einer mit dem Leben versöhnten Gesellschaft und Kultur. Aber … weiterlesen