Manchmal musst du es ertragenWie unerbittlich die Tage vergehnWie die Augen ermüdenBlind vom Sehn Die Gedanken Der Dinge Lauf nicht verstehnUnd du wartestUnd weißt nicht auf wen Die Himmel werden sich öffnen – weitIn deinem SeelenlandDu kannst es Und brauchst es nicht zwingenSei nur bereitDich hält ein unsichtbares Band Vertrau … weiterlesen
Hinwendung und Resonanz
Wir sind kosmische Wesen in einem Unendlichkeitsraum. Gelegentlich spüren wir das. Es entsteht, was Resonanz genannt wird, nicht nur im Bewusstsein, sondern bis in die Empfindung hinein. Manchmal erreicht uns aus diesem Raum ein „Wort“, das wir ewig nennen, weil wir es als über den Zeiten stehend und unantastbar wahrnehmen. … weiterlesen
Langsam haben sie sich verloren
Sie waren wie BrüderWie Vertraute in verwahrloster ZeitDie Begegnungen seltenOhne überflüssige WorteKein Gerede über AndereAuf den gemeinsamen Streifzügen durch Sein und Sinn Das Gesagte gewählt und gewogenHorizonte öffnend jenseits der Sprachehinüber zum Raum der gemeinsamen Heimat In die Zeiten hinein manchmal ein GrußElektronisch oder postalischNicht mehrWussten sie doch umeinanderEntlastende Kontaktfreiheit … weiterlesen
Kann man sich selbst verlieren?
In der Geschichte der Literatur, vor allem der deutschen Romantik, war es ein tragendes Motiv: die Auflösung des Ich, die als Verlust empfundene Preisgabe des Selbst oder auch das völlige Verschmelzen mit den Sehnsuchtsdimensionen im Raum der Transzendenz.In einer verdinglichten und zerrissenen Welt wurde die schleichende Selbstentfremdung des Gegenwartsmenschen zum … weiterlesen
Flügel der Ohnmacht
Für eine kurze Spanne nur eingebunden in den Fluss des Ewigen, blicken wir fortwährend in den Spiegel unserer Endlichkeit. Das alleine wäre als existentielle Kränkung schon hinreichend. Doch Endlichkeit als Begrenztheit und Begrenzung setzt sich als Seinsprinzip fort. Sie spart nichts aus. Dem einen fällt das gar nicht auf, ist … weiterlesen
Ethisch leben heißt: Vergeben
Vergebung entlastet das Zwischenmenschliche. Gruppen, Völkern und Nationen bereitet sie den Friedensweg. Sie ist dabei nicht nur auf den Moment gerichtet, sondern weit in die Vergangenheit und die Zukunft hinein. Als außerordentliche Anforderung schließt sie ein, sich selbst zu vergeben und damit entwicklungsfähig zu halten. In den abrahamitische Religionen spielt … weiterlesen
Die Spaltung überwinden
Links und Rechts: Die Unterteilung hat eine lange Geschichte. Sie reicht bis in die Sitzordnung der französischen Nationalversammlung nach 1789 zurück. Daraus entstanden wirkmächtige Orientierungsmuster zur Einteilung in politische Strömungen, die bis heute Gültigkeit haben. Doch die inhaltliche Aussagekraft ist im Laufe der Jahrzehnte geschwunden. Zunehmende Komplexität und Unüberschaubarkeit der … weiterlesen
Ethos und Politik
Lose Gedanken zur politischen Kultur Die herrschende Politik der Gegenwart leidet unter einem dramatischen Überzeugungs- und Glaubwürdigkeitsproblem. Aus wahrhaft mannigfachen Gründen. Wohl selten, wenn überhaupt jemals in der Geschichte unseres Landes steht dem politischen Handlungsanspruch eine Komplexität und Verschränktheit von Problemlagen gegenüber, zu deren Bewältigung die alten Denkweisen, Problemlösungsorientierungen und … weiterlesen
Jenseits von Gewalt – oder: Wie finden wir zu einem angemessenen Geschlechterverhältnis?
Es ist an dieser Stelle wohl unnötig, auf das oft Unerträgliche in den Geschlechterverhältnissen näher einzugehen. Es mag genügen, auf die Probleme hinzuweisen, wenn Männer Frauen nicht respektieren, wenn sie Grenzen missachten und Gewalt in Beziehungen tragen; dass es erschrecken muss, wenn Mädchen in einer Gesellschaft aufwachsen, in der Grenzverletzungen … weiterlesen
Die Krone der Schöpfung
Wer kennt diese Geschichte, und gar ihr Ende überhaupt noch?Und wer respektiert ihre Botschaft für das eigene Leben und dessen Umfeld? Nach dem biblischen Buch Genesis erschuf die Gottheit am ersten Tag das Licht und trennte es von der Finsternis. Die Erschaffung des Himmelsgewölbes und das Scheiden von Wasser und … weiterlesen










