Die Menschenwelt
mag so sein
wie sie ist
Gezeichnet von Gier
Treu
der Gottheit des Geldes folgend
Das Unrecht akzeptiert
Großes und Erhabenes
schneller Befriedigung
geopfert
Auf Gewalt
so hört man
könne die Antwort nur Gewalt sein
Ansonsten siege die Gewalt
So löse Gewalt die Probleme
Krieg schaffe Frieden
Und dieser könne
nur kriegerisch verteidigt werden
Wer nicht rüste
provoziere den Krieg
Wer dem Konsum nicht diene
verantworte Armut
Nur Verbrauch sichere Zukunft
und schenke „Wohlstand“
Und selbstverschuldet bleibe zurück
wer der Technik nicht folge
***
Jene, die solches sagen
und den Ton im Lande
wesentlich bestimmen
tun dies mit reinem Gewissen
Sie glauben daran
Erkaltete Empfindungsseelen
Der Faden der Liebe
zum Leben
gerissen
Ohren hören Schreie nicht mehr
geschundener Natur
klagender Tierwelt
misshandelter und gedemütigter Menschen
Augen erfreuen sich an Dingen
Glitzerkram
klein und ganz groß
Versunken in blinkende Bewusstseinsmaschinen
***
Wir gehen euren Weg nicht mehr mit
Versagen uns euren Versprechen
und einem entseelten Geist
Folgen euren Rufen und Mahnungen nicht länger
mit denen Vernunft erstickt
und die Welt verkehrt wird
Wir brechen auf
in ein anderes Land
mit einem anderen morgen
Wenig wissen wir dazu
Die Wege unbekannt
Sie werden im Gehen sich finden
Ganz ohne Sorgen
Wir wenden uns nicht ab von euch
aber von dem
wofür ihr steht
Gabelungen im Leben
fordern Entscheidung
Ohne laue Wahl eines Mittelwegs
der in perspektivlosem Niemandsland endet
Schritte der Heilung
Ohne große Gesten
Je stiller
so besser
Ohne Verhärtung
Ohne Groll
Um des Lebens willen
mit den Mitteln
die Leben fördern
und Frieden stiften
Angewandte Liebe
Mit nur einer Bedingung
Du musst dich selber wandeln
bevor Wandlung sich ereignet
Dann geschieht
ein solcher Aufbruch nie allein
Auch wenn wir jene
die mit uns gehen
manchmal nicht sehen
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