Kairos 2: Einbruch des Ewigen in das Zeitliche

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KAIROS 2 Einbruch des Ewigen in das Zeitliche   Der christliche Mystiker Meister Eckehart (1260 – 1328) spricht davon, dass Gott, wie er dich findet, „so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist.“ Denn „Gott ist ein Gott der Gegenwart.“ Hier ist nicht von Interesse, woher die Chancen des Moments kommen. Es zählt alleine, sie zu nutzen, mit aller Kraft, die im Augenblick liegt. Wir sprechen von dieser Zeitgegebenheit als Kairos. Der Kairos tritt als Chance und Herausforderung in die Existenz, stößt an, zur rechten Zeit zu handeln. Da … weiterlesen

Vision trifft Kairos

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Vision trifft Kairos Die Vision richtet, vom Jetzt und seinen immer vorhandenen Möglichkeiten her kommend, die Wahrnehmung auf das, was werden will. Und sie ermutigt, die Chance zur Verwirklichung in genau diesem Moment zu sehen, denn handeln können wir immer nur im Jetzt. Das meint Kairos-Bewusstsein. Der Kairos holt die Chance als verwirklichbar in die Existenz. Er stößt an, zur rechten Zeit zu handeln und ermahnt zur inneren Wachheit und Achtsamkeit. Denn jeder Mensch ist einmalig und versehen mit der Verantwortung, dass das, was er tut und nicht tut, in dieser Weise sonst niemand tut oder nicht tut. Der Kairos … weiterlesen

Was für eine Vision?

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Was für eine Vision? Wir lesen bereits in der Hebräischen Bibel, dem sogenannten Alten Testament, dass ein Volk ohne Vision zugrunde gehe. Doch gilt dies nicht nur für eine Land, ein Volk oder eine Gesellschaft. Es gilt dies im selben Maße für alle Formen menschlicher Vereinigungen – bis hin zur Paarbeziehung. Die Vision zieht uns, sie gibt uns Richtung. Umso erschreckender auch in diesem Wahlkampf wieder, der gerade zu Ende gegangen ist, dass neben allem Wortgeklingel nirgendwo eine Ahnung zu erspüren war, welche Vision denn lebt von einem gelingenden Leben in einer mit dem Leben versöhnten Gesellschaft und Kultur. Aber … weiterlesen

Freiheit und Sinn

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Freiheit und Sinn Sich als Mensch ernst zu nehmen, heißt, sich in Entwicklung und Entfaltung zu sehen, die ein Leben lang nicht enden. So Vieles aber verstellt den Zugang zu einem Sein in der entsprechenden Tiefe. Prägungen, Konditionierungen, Determiniertheiten führen uns nicht selten wie auf Schienen durch die Erdenexistenz. Sie lenken die Blickrichtung, nehmen Weite, binden Sinne und Geist. Und so hängt der Erfolg eines jeden Entwicklungsschrittes an dem Grad der Freiheit, aus der er kommt. Der Befreiung dienen alle Übungen und alle Lebenspraxis. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, über die eigenen Ausgangsbedingungen hinauszuwachsen. Erst in der Verwirklichung des Freiheitsdranges … weiterlesen

Vor der Wahl

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Vor der Wahl Dass eigentlich alle Gesellschaften der Gegenwart – und vor allem: ihre Repräsentanten – meinen, in ihrer Sicht der Dinge und in ihren Problemlösungs- strategien ohne Rückbezug auf die großen Denker der Vergangenheit und Gegenwart analysieren und agieren zu können, macht einen Teil des politischen Dilemmas, in dem wir leben, aus. Philosophen, Liebhaber der Weisheit und Visionäre sind an den Verhandlungstischen der Machteliten nicht unbedingt willkommen. Und so werden Gegenwart und Zukunft nicht als große Menschheits-Entwürfe erträumt, erstrebt, entworfen und mit Pioniergeist und Leidenschaft angegangen, sondern sie werden schlicht und einfach bieder und uninspiriert gemacht. Das Deutschland der … weiterlesen

„Stiller Aufstand“ online

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Ab sofort ist die Seite www.stiller-aufstand.de online. Zu unserem Selbstverständnis und dem Internetauftritt: „Wir leben in einer besonderen Epoche der Menschheitsgeschichte. Vermutlich entscheidet sich jetzt gerade die Zukunft unserer Gattung. Zugleich ist durch das Handeln des Menschen das Leben in seiner Vielfalt auf unserem Planeten in Gefahr. Wenn wir jetzt nicht aufstehen, gefährden wir die Zukunft derer, die nach uns kommen. Und wir gefährden die Zukunft zahlreicher Arten und Lebensformen. In diesem Geist und dieser Empfindung haben sich Menschen aus ganz Deutschland zusammengefunden. Wir haben uns auf den Weg gemacht. Wir sprechen von einem »Aufstand«. Damit ist gemeint: Wir stehen … weiterlesen

Sein-Lassen

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Die Freiheit des Sein-Lassens Dass wir zur Freiheit befreit und verurteilt zugleich sind – das lehrt nicht zuletzt der Mythos der Vertreibung aus dem Paradies. Wobei wir schon die Frage stellen sollten, was denn „Paradies“ eigentlich meint. Assoziieren wir damit Wohlfühlen, Sorgelosigkeit, gar ideales Menschsein, dann scheint das Bild trügerisch. Lieber würde ich dann davon sprechen, sich in der fürsorglichen Belagerung durch einen eifersüchtigen Gott zu befinden, der uns Entwicklung und damit das Menschwerden verweigern will. Denn Menschwerdung und in diesem Sinne irgendwann auch die Annäherung an die Ebenbildlichkeit zum Göttlichen hin, gibt es nicht ohne die Kost und Verdauung … weiterlesen

Befreiung!

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Befreiung!   Mit Albert Schweitzer können wir sagen: Gut ist, was das Werden, die Entwicklung fördert. Böse ist, was Leben an der Entfaltung hindert und es blockiert. Auf die Werdens-Orientierung ist unsere Einzigartigkeit als Mensch verwiesen. Sie stellt uns als mit allem Leben Verbundene in die grenzenlose Weite des Erschaffenen überhaupt. Hier sind wir frei, und wenn etwas unsere Entwicklung und Entfaltung behindert, dann jene Sicht- und Verhaltensweisen, die uns zu Sklaven unserer objektiven und unserer selbstverantworteten bzw. konstruierten Grenzen machen. Sehe ich mich als Teil des höchsten Ganzen, nehmen mir auch die Grenzen, in denen ich lebe und leben … weiterlesen

sich suchen – zweiter Teil…

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Sich suchen oder die Transzendenz der Liebe – zweiter Teil Manche Schöpfungsmythen der Völker und Kulturen sehen drei Ausgangszustände der Menschwerdung: Einheit, Spaltung und neue Vereinigung. In seinem „Symposion“ (Gastmahl) beschreibt Platon die Urmenschen als von kugelförmiger Gestalt mit vier Armen und vier Beinen, zwei Gesichtern und zwei Geschlechtsteilen. Kräftig und voller Macht bedrohten sie schließlich die Götter selbst. Zur Strafe durchtrennte Zeus die Geschöpfe in zwei Hälften, und jeder Teil war von nun an getrieben, sein Gegenstück zu umschlingen und neu mit ihm zu verwachsen. Von der androgynen Gestalt, die ihr Wesen in zwei Teile zerschnitt, um der Einsamkeit … weiterlesen

sich suchen

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Sich suchen oder die Transzendenz in der Liebe Aus vielen Gedichten von Rainer Maria Rilke spricht die pure Sehnsucht und der Schmerz der Nichterfüllung. Was fasziniert uns daran immer wieder, und was berührt uns auf so unvergleichliche und auch eigentümliche Weise ? Rilke selbst war ein Mann der Sehnsucht, der tiefen, der Absolutheitssehnsucht, die alles durchdringt, eben auch die Liebe zwischen Frau und Mann. Aber er konnte sie wohl nie in der gewollten und umfassenden Intensität leben – jene Liebe zu einer Frau, die Geist, Spiritualität, Eros und Sex miteinander verbindet und zu einem Größeren verschmelzen lässt…zum Glück für uns, … weiterlesen