sich suchen

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Sich suchen oder die Transzendenz in der Liebe Aus vielen Gedichten von Rainer Maria Rilke spricht die pure Sehnsucht und der Schmerz der Nichterfüllung. Was fasziniert uns daran immer wieder, und was berührt uns auf so unvergleichliche und auch eigentümliche Weise ? Rilke selbst war ein Mann der Sehnsucht, der tiefen, der Absolutheitssehnsucht, die alles durchdringt, eben auch die Liebe zwischen Frau und Mann. Aber er konnte sie wohl nie in der gewollten und umfassenden Intensität leben – jene Liebe zu einer Frau, die Geist, Spiritualität, Eros und Sex miteinander verbindet und zu einem Größeren verschmelzen lässt…zum Glück für uns, … weiterlesen

Leben ist Leiden…Ja??

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Leben ist Leiden… ja?? Dass Leben Leiden sei und das Vergehen und der Verfall tief verwurzelt im Wesen allen Seins ruhe, ist eine nur zu oft zitierte buddhistische Weisheit. Ihrer überzeitlichen Wahrheit kann man sich schwerlich entziehen. Der Blick jedoch, mit dem sie sich offenbart, ist einseitig, unzureichend und passiv. Sicher, man mag die Welt mit Augen beobachten, die vor allem den Verfall wahrnehmen, und dann wird man auch nur Verfall sehen. Wir können das Auge gezielt auf das Leiden von Mensch und Kreatur richten, dann wird es unermessliches Leiden erkennen. In allem mögen wir das Vorübergehende und sich Auflösende … weiterlesen

Das ist Mila!

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Das ist Mila… …vier Monate, mein jüngstes Enkelkind. Sie ist sehr wach, klar und freundlich, zumindest so lange, wie sie keinen Hunger hat… Ich gestehe, dass ich ziemlich verliebt bin in dieses junge Leben. Das mag genetisch bedingt sein und/oder meiner gelegentlichen Sentimentalität zuzuordnen. Vor allem erinnert sie mich bei jedem Lächeln aber daran, wozu wir, die erwachsenen Generationen da sind, nämlich für ihre Zukunft! So wie es auf der Erde aussieht, kann es nicht mehr um uns und unser Zurücklehnen in der Komfortzone des Kapitalismus gehen. Es geht um sie, Mila, und die anderen Kommenden. Es geht um ihr … weiterlesen

Kinder an die Macht und Eltern in die Schlachthöfe

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Kinder an die Macht und Eltern in die Schlachthöfe   Verdrängung hält unsere Kultur in ihrer Selbstgewissheit. Verdrängung des Leidens, das hinter dem alltäglichen unreflektierten Konsum im Unbewussten ruht und lauert….Diese Verdrängung finden wir vor allem bezogen auf das nichtmenschliche Leben, die Tiere. Der australische Philosoph und Ethiker Peter Singer hat uns genau wie Albert Schweitzer auf die absurde und lebensfeindliche Haltung hingewiesen, die diesem Verhalten zugrunde liegt. Kleine Kinder mögen an sich kein Fleisch. Ihre Eltern konditionieren sie dazu, so wie sie selber konditioniert wurden durch ihre Eltern, die gleichfalls empfindungsblind waren. Es gibt sich von Generation zu Generation … weiterlesen

Denken sprengt alles

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Denken sprengt alles Aus der Kraft des Geistigen geben wir uns selbst die Freiheit das zu werden, was an Möglichkeiten in uns ruht. Mit der Wahrnehmung dieser Freiheit treten wir ein in das utopische und visionäre Denken. So nehmen wir das Zukünftige gedanklich vorweg. Der Gedanke allein schon führt zur Wandlung und Verwandlung. Gedanken schaffen Wirklichkeit, stellen wirkende Tatsachen her. Was andererseits nicht erkannt und durchdacht oder zumindest bewusst ersehnt ist, geht als Möglichkeit entweder verloren oder es muss auf dem Weg zu seiner Verwirklichung physisch und psychisch durchlitten werden. Das lehrt unsere Vergangenheit. Die Energie des visionären Denkens bewirkt … weiterlesen

Kommentar

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Kommentar zu meinem letzten Blog vom 24.7.2017 (von einem befreundeten Arzt und Therapeuten) „Diese Worte sprechen mir aus dem Herzen. Nach meinem Ausflug an die libysche Küste (als Arzt auf einem Rettungsschiff für Flüchtlinge, C.E.) hat mich der Alltag wieder und greift mit seinen klebrigen Fingern nach mir. Was ich jeden Tag in der Therapie erlebe ist der Ausfluss dessen, was Du beschreibst. Da gibt es die fatale Allianz zwischen den Lenkern unserer Politik  und der Willfährigkeit der Bürger – unserer Mitmenschen, das mich im höchsten Grade zornig macht (der Ausdruck Wut gefällt mir nicht; der steht als blinde Wut … weiterlesen

Welche Freiheit?

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Welche „Freiheit“ meint ihr? Und wenn, ganz so wie es aussieht, die Lebensgrundlagen auf diesem wunderbaren Planeten, irreversibel zerstört werden – selbst dann werden wir noch die Irrsinnsrufe der herrschenden Politik und Wirtschaftslobbyisten hören: Freiheit zum Produzieren, Freiheit zum Konsumieren, Freiheit ist das Fundament unseres demokratischen Selbstverständnisses. Doch von welcher „Freiheit“ wird da eigentlich gefaselt? Die unreflektierte und durchaus fröhliche Sattheit, die im Leben keinen Prozess und kein Risiko mehr sehen mag, sondern sich nur nach Sicherheit und Bequemlichkeit streckt, koste es was es wolle, beruht auf einem sehr speziellen Freiheits- und Toleranzverständnis. Es entsolidarisiert und ist im Letzten einfach … weiterlesen

Ist das Sünde?

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Ist das Sünde? In meinem Blog vom 28. Juni über „elementare Befindlichkeit“ habe ich die Liebe angesprochen als das, was allein unserem Leben und Sein Sinn gibt. Jedoch, die Liebe zu veredeln, wird uns von dem, was Sünde genannt wird, vermutlich nicht grundsätzlich befreien. Diese bleibt dem Menschen als eine jederzeitige Möglichkeit eingegeben. Wir können sie verstehen als Mahnung des Endlichen, des Bedingten und des Vorläufigen. Sie erinnert an unsere Unvollkommenheit. „Sünde“, das meint, dass der Mensch sich in eine existentielle Trennung von seiner eigenen potentiellen Größe begeben hat. Und er nimmt diese Trennung hin bzw. hat es aufgegeben, sie … weiterlesen

Flügel und Ketten

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Flügel und Ketten Bewusstes menschliches Leben will sich steigern. Möglichkeit nennen wir die Nahrung dafür. Steigerung, das meint Verfeinerung. Sie ist unser Sinn. Möglichkeiten schenken Flügel, die uns nahezu überall hin tragen können. Aber wir können sie nicht ohne die Ketten der Erdanziehungskraft denken. In diesem Bild bleibt unser Sein dann somit immer unvollendet und Freiheit bleibt bei allem Entfaltungsdrang zugleich eingeschränkt. So kommt der Aufstiegsimpuls also aus dem Mangel, und er führt unweigerlich in einen neuen. Nicht Vollendung oder Vollkommenheit heißt dann unser Ziel, sondern Entwicklung in dem mir zugänglichen und von mir gestaltbaren Rahmen. Doch wie nähern wir … weiterlesen

Demut

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Demut? Demut….! Schnell wird sie diskriminiert, verhöhnt und der Lächerlichkeit preisgegeben als religiöse Unterwürfigkeitsmoral. Doch dort, wo sie als eine Regung des Herzens lebt, ist sie aus dem tiefem Respekt vor dem Wunder und der Größe des Seins entstanden. Sie bewahrt vor Selbstüberschätzung und Selbstüberhöhung. Sie ist eine ganz eigene und wunderbare Kraft, kein Defizit! Demut steht für die Anerkennung und Akzeptanz der personalen Grenzen, und sie steht für die Einsicht, dass es immer eine Differenz zwischen dem Ideal und den eigenen Möglichkeiten gibt. Gleichzeitig stellt sie das im Menschen strahlende Licht nicht unter den Scheffel, blockiert nicht die in … weiterlesen