Mystiker, Diener und Prophet des Lebens

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Mystiker, Diener und Prophet des Lebens Menschen können wie Sterne sein. In deiner dunklen Nacht und deiner Suche nach Orientierung leuchten sie und weisen den Weg. Du kannst dich auf den Stern verlassen, doch zugleich weißt du, dass du ihn niemals wirst erreichen können. Ein solcher Stern war und ist Albert Schweitzer (1875-1965) – ein Licht, das nicht verglüht, ein Mahner und Prophet für diese Welt am Abgrund. Die Idee der „Ehrfurcht vor dem Leben“ war für den Mann, den Albert Einstein für den größten Menschen des Jahrhunderts hielt und den Winston Churchill „ein Genie der Menschlichkeit“ taufte, die Spätblüte … weiterlesen

Brüche, Sprünge, Schübe…

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Brüche, Sprünge, Schübe Das Zeitalter, in dem wir noch immer leben, wird auch als das mentale oder rationale bezeichnet. Dessen Ursprünge reichen weit zurück. Spuren finden wir bereits in den Schriften der antiken Denker. Ein erster Durchbruch vollzieht sich in Scholastik und Renaissance, die Gipfelzeit bescheren Aufklärung und industrielle Moderne. Jetzt begibt sich der Mensch in die narzisstische Bespiegelung seiner geistigen Kräfte und setzt sich zum Maß aller Dinge. Er denkt die Welt, er denkt sich selbst. Er misst, vergleicht, unterscheidet, unterteilt und entfernt sich in Riesenschritten von der nun zum Objekt degradierten Um- und Mitwelt. Mythische Vorstellungen und gleichnishafte … weiterlesen

Letzte Freiheit

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Der Tod – letzte Bastion der Freiheit Auf der gegenwärtigen Evolutionsstufe stehen wir zwischen der Anhaftung im Diesseits und dem Sehnsuchtsdrang, der in die Überschreitung führen will. Als Kinder der Erde und der Geschichtlichkeit sind wir dem Vorübergehenden ausgeliefert und immer im Angesicht der grundsätzlichen Vergänglichkeit, die alles beherrscht. Als Transzendenzwesen strecken wir uns demgegenüber in das Unbedingte, in die zeitlose Energie des Absoluten, dem wir entstammen. So schwingt der Mensch zwischen Alpha und Omega. Sein Platz ist die Bewegung, seine einzige Identität der Fluss von Potentialität und Vergänglichkeit. Diese Identität hat keinen festen Ort und keine feste Zeit und … weiterlesen

Selbstreflexion

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Selbstreflexion – das Tor zum Werden Allein die Tiefenerkenntnis durch Selbstreflexion vermag uns mit den Bruchlinien unseres Seins zu versöhnen. Sie hebt eine in der Welt verfangene und sich selbst verstümmelnde Identität zu der Gestalt, die ihrem Wesen eigen und angemessen ist. Das Erkenne dich selbst des Orakel zu Delphi verweist als ein Königsspunkt des philosophischen Denkens auf die Schlüsselbedeutung der Selbstreflexion für das Sein des Menschen. Man wird sogar sagen können, dass sich in der Selbstreflexion, der Selbsterkenntnis und dem damit verbundenen geistigen und seelischen Wachstum der dem Menschen als Möglichkeitswesen vorgezeichnete Weg zeigt. In Erkenntnis, Wandlung und Transformation … weiterlesen

Art Moriendi – Epitaph für einen Freund

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Epitaph für einen Freund Am späten gestrigen Abend ist Werner Ratering verstorben. Er war ein außerordentlicher Mensch und ein begnadeter Künstler, Bildhauer, Maler. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er im Mitaufbau und der Mitgestaltung einer sozialen Skulptur, der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof. Für mich war Werner einer der Freunde, von denen du im Verlaufe des Lebens, wenn du beschenkt bist, vielleicht eine Handvoll hast. Meine Wohnung ist eine Art Galerie mit seinen Werken. So lebt er weiter. Wenn Du, der das liest, sie einmal anschauen magst, Du bist eingeladen. Der Tod war für Werner immer ein Thema, gerade auch in … weiterlesen

Lebensrechte

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Lasst uns endlich neue Maßstäbe setzen… Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen als „Dokument 217 A (III)“ die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. Sie fand anschließend ihren Niederschlag in vielen nationalen Verfassungen, u.a. dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Auch wenn es sich dabei um eine unverbindliche Erklärung handelt, ist dieses Dokument trotzdem ein Quantensprung und strahlender Leuchtturm in der menschlichen Entwicklung. Wie der Name zum Ausdruck bringt, geht es um Rechte und damit verbunden Pflichten des Menschen, immer in Bezug auf sich selbst. Dies zieht sich auch durch alle elf Unterabkommen. Die Erde, die Pflanzen, die Tiere … weiterlesen

Mut zum Sein

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Mut zum Sein Die Überlebensfrage ist die existentielle Frage, die sich heute unserer Gattung stellt. Es geht um nicht mehr und nicht weniger. Ihr können wir nur durch das Bewusstsein der Teilhaftigkeit und der universalen Verbundenheit angemessen gegenübertreten, nicht aber durch Distanzierung oder Verdrängen. So lässt sich auch der Verführung durch jene Heilsversprechen vorbeugen, in denen die radikale Herausforderung in der wir stehen, gefährlich simplifiziert wird. Vielfalt und Widersprüchlichkeit des Gegenwärtigen dulden keine Vereinfachung und damit verbundene Ausweichprozesse. Das mögliche Neue zeigt seine Konturen vielmehr im Erfahren und Aushalten dessen, was ist und damit dem Mut zum Sein. Von diesem … weiterlesen

Erhabenheit am Wegesrand

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Erhabenheit am Wegesrand Der Mensch ist das Ergebnis der Verbundenheit mit dem Leben an sich in all seiner Vielfalt. Wir können ihn sehen als eine Art Essenz aus dieser unglaublichen Komplexität voller Überraschungen und voller Schönheit. Vielleicht will der Wunderregen der Schöpfung und Evolution sich ja im und durch den menschlichen Geist selbst erkennen – und zwar in der ganzen Bandbreite der Seinsmöglichkeiten und ihrer Wesenhaftigkeit. Dazu gehört dann allerdings auch, dass sich in uns eine Essenz des bewussten Bösen, das Pflanzen und Tiere nicht kennen, zeigt bzw. zeigen kann. Wenn wir einen Moment der These vertrauen, dass der Mensch … weiterlesen

Kairos 2: Einbruch des Ewigen in das Zeitliche

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KAIROS 2 Einbruch des Ewigen in das Zeitliche   Der christliche Mystiker Meister Eckehart (1260 – 1328) spricht davon, dass Gott, wie er dich findet, „so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist.“ Denn „Gott ist ein Gott der Gegenwart.“ Hier ist nicht von Interesse, woher die Chancen des Moments kommen. Es zählt alleine, sie zu nutzen, mit aller Kraft, die im Augenblick liegt. Wir sprechen von dieser Zeitgegebenheit als Kairos. Der Kairos tritt als Chance und Herausforderung in die Existenz, stößt an, zur rechten Zeit zu handeln. Da … weiterlesen

Vision trifft Kairos

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Vision trifft Kairos Die Vision richtet, vom Jetzt und seinen immer vorhandenen Möglichkeiten her kommend, die Wahrnehmung auf das, was werden will. Und sie ermutigt, die Chance zur Verwirklichung in genau diesem Moment zu sehen, denn handeln können wir immer nur im Jetzt. Das meint Kairos-Bewusstsein. Der Kairos holt die Chance als verwirklichbar in die Existenz. Er stößt an, zur rechten Zeit zu handeln und ermahnt zur inneren Wachheit und Achtsamkeit. Denn jeder Mensch ist einmalig und versehen mit der Verantwortung, dass das, was er tut und nicht tut, in dieser Weise sonst niemand tut oder nicht tut. Der Kairos … weiterlesen