Die Landschaften der Liebesind uns vertrautso wie die Abgründeund undurchdringbaren Schluchtendie sich Leben nennen So viele die wir kanntensind darin geendetungewolltnichts ahnendund doch verzweifeltgegen die eigene Größe strebend Bis sie fielen Trauernd sehen wir ihnen nachwenn die Konturenbeginnen sich langsam aufzulösenSie verstummenund verschwindeninmitten ihres Seins Dann nehmen wir uns an … weiterlesen
Das Leid und die Erkenntnis
Gefühle haben eine solche Macht, dass sie unsere Wahrnehmung weitgehend an sich binden. Je intensiver das Gefühl, je dominanter die Überlagerung des Bewusstseins. Dies betrifft sowohl Freude, Euphorie und Wohlbefinden als auch das Leiden. Da dieses oft mit schwerem körperlichem und/oder geistigem bzw. seelischem Schmerz einhergeht, findet sich hier die … weiterlesen
„We go high“
So viel ist gesagt über die Abwärtsspirale des Kulturellen; über die unerbittlichen Polarisierungen und Ausgrenzungsfeldzüge; die aggressiv überheblichen Impulse gegen das kulturell Verwurzelte und in Jahrhunderten Gewordene; über die Gemeinschaft vergiftende Selbstverliebtheit von Gruppierungen, die mit einer Moral durchsäuert sind, die inmitten rasender Veränderungen ihre Heimat nicht in einem überzeitlichen … weiterlesen
Krumme Wege
Es ist schon viele Jahre her, und meine Erfahrungen als Kontemplationslehrer hielten sich in Grenzen. Sie war jung, vielleicht Ende zwanzig, Anfang dreißig, etwas füllig, voller Energie und jener blassroten Tönung ihres Teints, der auf leichten Bluthochdruck schließen ließ. Dass sie hier in diesem Stillekurs sei, habe eigentlich wenig mit … weiterlesen
Dunkelheit, das Verborgene und die Treue
Der Sinn, der uns einst ergriff, in uns durch Stetigkeit zur Gewissheit reifte und so zum Nordstern auf der Lebensreise werden konnte, bricht weg. Nackt stehst du da, bist dir eine einzige Frage, so wie der Weltenlauf in seinem Menschenirrsinn auch. Die tragende Hand Gottes als kindliches Wunschbild entlarvt, transzendenter … weiterlesen
Schattenwelten
Langsam füllt Dunkelheit den Raum, und die kleine Kerze auf dem Ecktisch neben dem Fenster verwandelt sich synchron zu hellem Lichtschein. Sie wirft Schatten, die ein eigenes Leben führen, heraustretend aus dem Nichts, in dem sie ansonsten identitätslos verweilen. Schatten bedürfen, ja sind Abkömmlinge des Lichts, allerdings ohne eigene Lebensperspektive. … weiterlesen
Zwischendurch
Manchmal musst du es ertragenWie unerbittlich die Tage vergehnWie die Augen ermüdenBlind vom Sehn Die Gedanken Der Dinge Lauf nicht verstehnUnd du wartestUnd weißt nicht auf wen Die Himmel werden sich öffnen – weitIn deinem SeelenlandDu kannst es Und brauchst es nicht zwingenSei nur bereitDich hält ein unsichtbares Band Vertrau … weiterlesen
Hinwendung und Resonanz
Wir sind kosmische Wesen in einem Unendlichkeitsraum. Gelegentlich spüren wir das. Es entsteht, was Resonanz genannt wird, nicht nur im Bewusstsein, sondern bis in die Empfindung hinein. Manchmal erreicht uns aus diesem Raum ein „Wort“, das wir ewig nennen, weil wir es als über den Zeiten stehend und unantastbar wahrnehmen. … weiterlesen
Langsam haben sie sich verloren
Sie waren wie BrüderWie Vertraute in verwahrloster ZeitDie Begegnungen seltenOhne überflüssige WorteKein Gerede über AndereAuf den gemeinsamen Streifzügen durch Sein und Sinn Das Gesagte gewählt und gewogenHorizonte öffnend jenseits der Sprachehinüber zum Raum der gemeinsamen Heimat In die Zeiten hinein manchmal ein GrußElektronisch oder postalischNicht mehrWussten sie doch umeinanderEntlastende Kontaktfreiheit … weiterlesen
Kann man sich selbst verlieren?
In der Geschichte der Literatur, vor allem der deutschen Romantik, war es ein tragendes Motiv: die Auflösung des Ich, die als Verlust empfundene Preisgabe des Selbst oder auch das völlige Verschmelzen mit den Sehnsuchtsdimensionen im Raum der Transzendenz.In einer verdinglichten und zerrissenen Welt wurde die schleichende Selbstentfremdung des Gegenwartsmenschen zum … weiterlesen










