Zur Verhinderung größeren Unrechts oder Übels lässt sich gewalthaftes Handeln nie vollständig ausschließen. Doch das erfordert von uns dann zunächst, die Opferperspektive und die Perspektive des Gegners einzunehmen. Erst die Blickweise und die möglichen Empfindungen des Anderen vermögen mir zu zeigen, ob meine Motive echt und wahrhaftig sind. Speziell die … weiterlesen
Gewalt und Feigheit
Unsere Zeit leidet an überbordender Gewalt. Sie leidet zugleich an mangelndem Aufbegehren gegenüber Gewalt und Gewaltverhältnissen. Gewalt hat überall da freie Bahn, wo ihr keine Zivilcourage gegenübertritt. Manche lammfromm auftretende Zeitgenossen, die der Gewalt vor ihren Augen ausweichen, erweisen sich dann eben bloß als feige. Der Friedenskämpfer und moderne Prophet … weiterlesen
Radikalisierte Zeit
Wir sind inmitten der Woche, in der es um Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Klärung geht. Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag… Das letzte gemeinsame Mahl – oder auch: Göttliches und Menschliches an einem Tisch vereint… Verrat, Demütigung, Nichtverstehen, Leiden, Einsamkeit, Tod… Abgrundtiefe Stille, Leere, das empfundene Nichts… Wandlung, Erwachen, Neubeginn… Wir werden mit … weiterlesen
Ahimsa
Mahatma Gandhi führte auch in den westlichen Kulturraum den Begriff Ahimsa ein. Er prägt die Ethik in allen fernöstlichen Religionen. Gandhi selber übersetzte ihn als „spirit of nonviolence“: Geist des Nichtverletzens. Er gilt gegenüber allem Leben, nicht nur dem des Menschen. Wo wir uns nicht bereithalten, schwächeres Leben mit unseren … weiterlesen
Die Kraft des Mitleids
Das Mitleid hat es schwer in unserer Zeit. Die Menschheit wird von Bildern des Leids in einem Maße überschwemmt, dass feinere und unterscheidbare Empfindungen ersticken. Fremdes, telegen zugerichtetes Leid, dient als Stilmittel und Quotenbeschaffer für das Universum der elektronischen Medien und der Presse und zugleich bedient es voyeuristische Instinkte der … weiterlesen
Der Gang über die Brücke
Religionen ruhen in Traditionen. Sie haben sich im Verlauf der Kulturgeschichte aus Zeitströmungen herausgebildet, genau wie Rituale. Beide dienten und dienen der Stiftung und Bewahrung von religiöser Identität. Sie bieten ein Rahmen für vertraute Geist- und Verhaltensräume. Für eine Menschheit im Werden, die auf ihrer Entwicklungsstufe immer noch Grenzlinien bedarf, … weiterlesen
Die Schätze der Weisheit
Die Weisheit gilt einerseits als zu erhaben, um ihr mit Kritik zu nahe zu treten. Gleichzeitig wird sie von den Priestern der Wissensgesellschaft, den etablierten Wissenschaftlern, schlicht ignoriert. Und dies seit Jahrhunderten. Das eigene Selbstverständnis, den eigenen Erkenntnisanspruch und die eigenen Methoden möchte man nicht durch reinen, überzeitlichen und interkulturellen … weiterlesen
Ich…!
Was könnte im Verständnis vielfältiger und zugleich unschärfer sein als jenes Phantom, das ein jeder für sich selber entwirft und macht und das er auch für alle anderen, die er bewusst wahrnimmt, schafft. Das Ich ist Illusion und Faktum zugleich. Es entsteht in der einzelnen Person als ständig schwankende und … weiterlesen
Es ist kein Kreis zu klein…
„Es ist kein Kreis zu klein, dass nicht das Größte drin gewirkt werden könnte, und keine Kraft, die in Wahrhaftigkeit und Gottvertrauen tätig ist, geht verloren.“ (Albert Schweitzer) Das demokratische und parlamentarische Denken der Neuzeit führt Menschen gemeinhin zu der irrigen und gefährlichen Annahme, es käme bei grundsätzlichen Fragen auf … weiterlesen
Schatten der Hoffnung
Ein spanisches Sprichwort betont, dass, wer von der Hoffnung lebt, an Verzweiflung stirbt. So manche Hoffnung macht krank, wenn die Hürden der Unwahrscheinlichkeit, die ihr gegenüber stehen, schlichtweg unüberwindbar sind. Ungesund wird Hoffnung auch da, wo sie der Gegenwart ihr Recht, ihre Würde und ihre Möglichkeiten dadurch raubt, dass sie … weiterlesen










