Im Anfang war die Stille

ClausAllgemein

Es heißt:Im Anfang war das WortDer LogosSinnund gestaltender GeistAlles was auf Schöpfung verweist Aus ein und demselbenist alles geformtNichts ohne es gemachtSechs Schöpfungstagefüllt es den Raumbis es sprichtEs ist vollbracht Es heißt weiter:Das Wort sei bei Gottund Gott das WortEinheit sei so alles Leben Des Menschen LichtDes Menschen Trostin Finsternisund an jedem OrtErfüllung dessenwonach wir streben Doch woher nahm das Wort die KraftWoraus kam seine BesinnungWorin fand seine Ordnung stattund formulierte sich Bestimmung Es war das Schweigenlesen wirdas voraus dem mächtgen Worte gingals es bevor alle Zeit beganndas endlose tiefe All umfing So gebar sich in der Stilleder unendlichen Gottheit … weiterlesen

Tod eines Universums

ClausAllgemein

Mancher Menschen Lebensende schmerzt unsere Seele.Ein anderes berührt uns kaum. Solche, die an den Rändern dieser Erde und unserer Wahrnehmung das Leben verlassen, sehen wir nur als Zahlen in Kriegen, Nöten und Katastrophen. Der Tod von wiederum Anderen will uns schier das Herz zerreißen, so unterwegs waren wir mit ihnen, so wesenhaft als Du und Ich miteinander verwoben. Den Tod, ob nah oder fern, nehmen wir hin. Wie sollte es auch anders sein. Er gehört zum Lauf der Dinge. Ohne ihn kein neues Werden, kein Raum sich auszubreiten und für Entwicklung. Die Endlichkeit der Wesen ist der Zeitlosigkeit des Kosmos … weiterlesen

Die kleinen Humanitäten

ClausAllgemein

In verkarsteten Lebenslandschaftenaufgebrauchter Idealeund verbrennender Hoffnungen In den Beliebigkeitsstürmendurch narzisstische Potentatenverunstalteter Welt Inmitten der Kälteräumevon Nicht-Begegnungdurch smart phonierte Asozialitäten Am Rande der Stadtjenen Sog verfolgendder Menschenströmestarren Blicksin den Kaufrausch zieht Beobachtendwie eiligen Schrittsder Amazonmanngroße Verunsicherungdurch kleine Pakete betäubtund für einen Wimpernschlagetwas Sehnsucht stillt Von Bildern gesättigtdie den Geist erstickenund unsere Mittein ein Nirgendwo entrücken … …bleiben die kleinen HumanitätenBlickedie Seelen finden und berührenGestendie in freundliche Augen führen Lobverstreut wie Wildblumensamenin großem Respektder Dankbarkeit weckt Aufrechtan Gleichgültigkeit vorbeiRäume öffnendfür zwei oder drei Innehaltenum sich selber zu spüren Geht der Weg dochvom Ich zum Duund von dort zum WirBande flechtendvon mir zu … weiterlesen

Sinn und Verbindlichkeit

ClausAllgemein

In den edelsten Empfindungshaltungen liegt ein Lebensauftrag. Auch bei widrigen äußeren Umständen, starken inneren Zweifeln, ja dem missbilligt und Ausgegrenzt-Werden ist es wichtig, sie zu halten. Verbindlich und mit der notwendigen Tapferkeit. Die Ehrfurcht vor dem Leben gehört an vorderster Stelle dazu, so wie die Treue zu einem Glauben an die Mysterien des Unsagbaren. Allein dafür lohnt es zu leben. Es werden nie viele sein, die das so wahrnehmen und in Seinsqualität transformieren. Aber auf sie kommt es wesentlich an, damit die Spuren in das „Reich Gottes“, das immer schon inmitten ist, nicht verwehen. Damit jemand wartet vor dem Tor … weiterlesen