Im Anfang war die Stille

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Es heißt:Im Anfang war das WortDer LogosSinnund gestaltender GeistAlles was auf Schöpfung verweist Aus ein und demselbenist alles geformtNichts ohne es gemachtSechs Schöpfungstagefüllt es den Raumbis es sprichtEs ist vollbracht Es heißt weiter:Das Wort sei bei Gottund Gott das WortEinheit sei so alles Leben Des Menschen LichtDes Menschen Trostin Finsternisund … weiterlesen

Tod eines Universums

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Mancher Menschen Lebensende schmerzt unsere Seele.Ein anderes berührt uns kaum. Solche, die an den Rändern dieser Erde und unserer Wahrnehmung das Leben verlassen, sehen wir nur als Zahlen in Kriegen, Nöten und Katastrophen. Der Tod von wiederum Anderen will uns schier das Herz zerreißen, so unterwegs waren wir mit ihnen, … weiterlesen

Die kleinen Humanitäten

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In verkarsteten Lebenslandschaftenaufgebrauchter Idealeund verbrennender Hoffnungen In den Beliebigkeitsstürmendurch narzisstische Potentatenverunstalteter Welt Inmitten der Kälteräumevon Nicht-Begegnungdurch smart phonierte Asozialitäten Am Rande der Stadtjenen Sog verfolgendder Menschenströmestarren Blicksin den Kaufrausch zieht Beobachtendwie eiligen Schrittsder Amazonmanngroße Verunsicherungdurch kleine Pakete betäubtund für einen Wimpernschlagetwas Sehnsucht stillt Von Bildern gesättigtdie den Geist erstickenund unsere … weiterlesen

Sinn und Verbindlichkeit

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In den edelsten Empfindungshaltungen liegt ein Lebensauftrag. Auch bei widrigen äußeren Umständen, starken inneren Zweifeln, ja dem missbilligt und Ausgegrenzt-Werden ist es wichtig, sie zu halten. Verbindlich und mit der notwendigen Tapferkeit. Die Ehrfurcht vor dem Leben gehört an vorderster Stelle dazu, so wie die Treue zu einem Glauben an … weiterlesen

Stille und Glück

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Bei aller Gewissheit sanft umfangen zu sein, bleibt eine Beunruhigung in der Stille. Sie hängt mit jenem Licht zusammen, das Geborgenheit ausstrahlt und zugleich etwas Abgründiges hat; etwas Unverstandenes, das auf die Grenze der eigenen Verstandesmöglichkeiten unmissverständlich verweist. So wie letzte Hoffnung der Erfahrung tiefer Hoffnungslosigkeit bedarf; so wie himmlisches … weiterlesen

Es ist November

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Die ersten sogenannten Weihnachtsmärkte seit Anfang des Monats geöffnet. Jecken dominieren bereits wieder die Lokalseiten der verbliebenen Zeitungen. Wie Zugvögel fliehen Rentner in den warmen Süden. Ein Nachbar schimpft über das Laub im Garten und auf den Wegen.Es ist November. Im Wind tanzen fallende Blätter; inmitten schenken letzte Blumen des … weiterlesen

Sehnsucht und Vertrauen

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Im Sehnsuchtsraum geborgenlebt grenzenlose LiebeMit Hingabe an das Lebenfließt sie ins Licht Den Sehnsuchtsraum innenschmückt die SchönheitSie wartetsich auch im Außen zu zeigen Den Sehnsuchtsraum tragendbewegt sich das GuteMit liebender Handlungkann es sich stärken Den Sehnsuchtsraum weitendstrahlen Kristalle der WahrheitGetrübt durch Feigheit und bösen Willenverlieren sie Glaubenan die Reinheit ihrer … weiterlesen

Praxis der Stille

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Im Herzbereich aller meditativen Bestrebungen liegt die Stille. Gemeint ist jene Stille, die tiefer führt als nur in das Verstummen der gesprochenen Worte. Vor allem gilt dies für die Kontemplation als Weg und Lebenshaltung. Der Unruhe des Gedankenhaften begegnet sie mit Hingabe und Öffnung im inneren Raum. Hier, wo die … weiterlesen

Unsterblich?

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Am Dienstag, den 28. Oktober, ist Dr. Tilman Evers, ein guter Freund seit Jahrzehnten, großer Geist, Philosoph und Friedenswissenschaftler in Kassel verstorben. 2019 schrieb er in diesem Blog einen Gastbeitrag: „Unsterblich?“ Zu seinem Gedenken, aber auch um der Tiefe des Beitrags willen, veröffentliche ich ihn hier noch einmal. Gastbeitrag (incl. … weiterlesen

Die neue Acedia

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Als die siebte der sogenannten Todsünden wird die Acedia bezeichnet – was übersetzt Trägheit meint. Es geht dabei weniger um körperliche Aspekte als vielmehr einen geistigen Zustand, eine Haltung dem Leben gegenüber. Befallene Menschen lassen sich eher treiben, als in einer Sinn stiftenden Orientierung beheimatet zu sein. Fremdbestimmt erkennen sie … weiterlesen