Alles hat seine Grenzen, manchmal gar Zäune. Das Grundstück, die eigene Leistungsfähigkeit, Staaten, die Sagbarkeit, die Macht, unser Wissen, der Anstand, die Liebe, die Zumutbarkeit. Selbst Friedhöfe. Nur das Universum nicht. Soweit wir wissen. Manche Grenzen haben eine objektive, intersubjektiv nachvollziehbare und als gültig erklärte Dimension. Andere entspringen einem rein subjektiven Empfinden. Wiederum andere unterliegen dem gesellschaftlichen und kulturellen Wandel. Was sich noch vor erinnerbaren Zeiten ausgegrenzt sah, fordert heute Inklusion ein. Von dem, was einst mit Schamgrenzen belegt war, lebt heute die Entblößungskultur. Wo nach jahrhundertelangem Ringen die Völkergemeinschaft der Willkür staatlicher Akteure Grenzen setzte, lösen diese sich aktuell … weiterlesen

