Der Wal

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Es ist schon erstaunlich, dass bei dem lebensverachtenden Umgang mit Tieren zu Land, Wasser und in der Luft das Schicksal jenes einen Wales in der Ostsee solche Aufmerksamkeit hervorruft. So, als wollte man an diesem Tier und seinem Schicksal des Menschen Gräueltaten kathartisch ein wenig reinwaschen. Durch den Einsatz von Schlauchbooten, Schiffen, Baggern und unzähligen Meereswissenschaftlern – dargeboten immer zur besten Sendezeit und auf allen medialen Kanälen. Die voyeuristischen Leidenstouristen vor Ort nicht zu vergessen. Und an den heimischen Geräten wird mitgelitten. Das Schicksal dieses Wals rührt an, wohl jeden Menschen, der ein empfindungsfähiges Herz hat. Das riesige Säugetier, dessen … weiterlesen

Credo

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Ich glaubeIch glaube an den tragenden Urgrund,aus dem alles wurde und sich entwickelt.Ich glaube an die Verlässlichkeit der göttlichen Gesetze,auf denen das Universum ruht.Ich glaube an eine überzeitliche Vernunft,in denen diese Gesetze ihren Ausdruck finden.Ich glaube an das Wirken des Geistes,der die Erde umhüllt und Richtung gibt.Ich glaube an die Macht der Liebe,die im Raum der Menschheit eine Heimstatt gefunden hat.Ich glaube an die heilige Gemeinschaft der Liebenden,die Wunder bewirken kann.Ich glaube an die Begleitung und die Botschaft der Engel.Ich glaube an die Kraft der Segnungund die heilende Wirkung von Klarheit und Demut.Ich glaube an den Tod als Quelle neuen … weiterlesen

Mauern in den Herzen

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Land um Land steckt ihr in Brand. Eure Raketen massakrieren Mensch und Erde. Gründe findet ihr immer. Ihr rühmt euch des Tötens und der Zerstörung um der Gerechtigkeit und des Friedens willen, verteidigt es als notwendig. Kürzlich war zu sehen, wie der Nato-Generalsekretär die Produktion und Lieferung von Waffen damit lobte, dass im Dezember 35.000 und im Januar doch immerhin 30.000 russische Menschen damit getötet worden seien. Wie lebensverachtend und eiskalt kann ein Denken sein, das solchen Worten zugrunde liegt? Vor allem gemessen an den westlichen kulturellen und ethischen Werten und an den Menschenrechten. Öffentliche Empörung über diese Aussage blieb … weiterlesen

Grenzen lieben

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Alles hat seine Grenzen, manchmal gar Zäune. Das Grundstück, die eigene Leistungsfähigkeit, Staaten, die Sagbarkeit, die Macht, unser Wissen, der Anstand, die Liebe, die Zumutbarkeit. Selbst Friedhöfe. Nur das Universum nicht. Soweit wir wissen. Manche Grenzen haben eine objektive, intersubjektiv nachvollziehbare und als gültig erklärte Dimension. Andere entspringen einem rein subjektiven Empfinden. Wiederum andere unterliegen dem gesellschaftlichen und kulturellen Wandel. Was sich noch vor erinnerbaren Zeiten ausgegrenzt sah, fordert heute Inklusion ein. Von dem, was einst mit Schamgrenzen belegt war, lebt heute die Entblößungskultur. Wo nach jahrhundertelangem Ringen die Völkergemeinschaft der Willkür staatlicher Akteure Grenzen setzte, lösen diese sich aktuell … weiterlesen

Leben meint noch etwas anderes

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Wo sollte der Maßstab dafür her kommen zu erläutern, wann ein Leben als gelungen und schön und ein anderes als fortwährendes Desaster zu bezeichnen sei.Geht es um Leid in Differenz zu Freude und Glück?Um Wohlstand als Gegenüber von Armut?Oder um Siechtum im Angesicht des Wohlbefindens anderer? Aus einer metaphysischen Ferne, mit einer überzeitlichen Nüchternheit betrachtet: Leben ist Erfahrung in einem Kosmos wirklich unbegrenzter Erlebensmöglichkeiten. Mehr nicht. Aber eben auch nicht weniger. Und dem Teufel unter den Menschen bereitet es ein diebisches Vergnügen, was dem zum Engel strebenden ein Verhängnis dünkt. Die Diskrepanz dieser Erfahrungswelten, und es gibt ja noch so … weiterlesen

Aushalten

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Unsere Zeit fordert ein gehöriges Maß an persönlicher Frustrationstoleranz ein. Nahezu täglich sehen wir uns mit Fragen konfrontiert:Was müssen wir zulassen und aushalten?Was will ertragen werden ohne kräftezehrende Rebellion, die im Nirgendwo ausläuft, weil die Mächte des Gegenwärtigen und der Verhältnisse einfach zu stark sind? Eine unüberschaubare, unberechenbar gewordene und sich neu organisierende Welt gehören zu diesen Verhältnissen. Der rasante technologische, ökonomische und soziale Wandel spielt eine Rolle. Genau wie die Synergie planetarer Krisen – vom Klimawandel und dem Artensterben bis hin zu anwachsender Kriegsgefahr. Nicht zu vergessen der Verfall von Werten, von Anstand und Selbstbegrenzung. Wo lohnt Widerstand, und … weiterlesen

Finissage eines Lebens

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Die oft bahnbrechenden Erkenntnisse in Anthropologie und Medizin haben dem alten Menschheitstraum vom ewigen Leben neue Facetten hinzugefügt. Schon jetzt sehen wir uns in einer Spirale der kontinuierlichen Existenzverlängerung mittels neuer Mittel und Methoden organischer Schadensbegrenzung und der Ersatzteilmedizin.Leben jedoch hat mit so viel mehr zu tun als körperlicher Gesundheit und Fitness. Es ist ein Kunstwerk auf begrenzte Zeit. Jedes folgt der ihm zugedachten Bahn. Sie ist mit keiner anderen vergleichbar. In dieser Bewegung wirken Leib, Geist, Seele und Herzenergie auf geheimnisvolle Weise mit der Umwelt zusammen. Veränderungen im einen wirken sich auf das andere unmittelbar aus. Der Lebensbaum benötigt … weiterlesen

Thermometer der Befindlichkeit

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„Soll man aufrichtig sein auch in Stimmungslagen, die ständig wechseln? Soll der andere wie ein Thermometer an die eigene Temperatur angeschlossen werden?“ Das fragte der deutsche Soziologe Niklas Luhmann in seinem Buch „Liebe als Passion“(1982); sicher in rhetorischer Absicht. Was einem in alltäglichen Gesprächen oder auch als ungewollter Ohrenzeuge in Cafés und Zugabteilen allenthalben begegnet, erreicht durch die digitale Entblößung in den sogenannten Social- Media-Räumen eine neue Stufe. Menschen missverstehen die ihnen mitgegebenen Gaben und Möglichkeiten zur Kommunikation als Lizenz zur Dauerbelästigung – durch Wasserstandsmeldungen ihrer Befindlichkeit. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Es gehört zu einem  heilsamen Miteinander, dass … weiterlesen

Es ist ein Kreuz

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Aus den Symbolen der Menschheit ragt es heraus. Das Kreuz. Der waagerechte und der senkrechte Strich versinnbildlichen ein überzeitliches, grundlegendes Weltverständnis. So manches mag man darin erkennen. Etwa:Die gegenseitige Durchdringung von Geist (vertikal) und Materie (horizontal). Waagerecht zeigen sich Erdoberfläche und Wasserspiegel als das Fundament, auf dem der Mensch sich bewegt. Es wird vom Himmlischen und Göttlichen berührt.Die Vierheit als Sinnbild der Schöpfung findet einen Ausdruck – so wie die vier Jahreszeiten, die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde.Die senkrecht nach oben zeigende Linie hält Welt und Unterwelt in einem Gleichgewicht des Unterschiedlichen. Mit dem … weiterlesen

Die Mutter

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Still steh ich am SteinVoll Wehmut und TrauerDu bist nicht mehr daHier ruht nurDein Gebein Ein jeglicher Abschiedträgt seinen SchmerzManchmal wie ein Stich ins HerzDoch wenn die Mutter gehtbist Du allein Sie trägt dich Schritt für Schritt ins LebenSie nährt dichWacht jederzeit mit SorgenBegleitet auch deine krummen WegeHauptsachesie führen ins morgen Sie ist dawenn dir der Glaube schwindetan dich selber und an dein LebenSie stärkt dir den Rückenweckt deinen Mutwird dich niemals verlassendein eigen Blut Selbstlos steht sie an deiner Seiteauch wenn deine Augen sie nicht sehnZu jeder Zeit ganz dir verbundenbis ihre eigenen Kräfte verwehn Doch auch der Tod … weiterlesen