Schöpferische Freiheit

clausAllgemein

Ein Gastbeitrag von Markus Stockhausen

Wir können fragen: Was ist Unfreiheit, was macht uns unfrei, was schränkt uns ein, was bestimmt uns, was bindet uns, wo wiederholen wir uns? 
Im weitesten Sinne sind wir konditioniert durch Form. Was ist Form? Alles Erscheinende und Vergehende, alles Phänomenale, vom Gedanken bis zu einer Galaxie.
Die Suche nach Freiheit ist ein Abenteuer. Das Gewohnte verlassen. Dazu gehören Neugier, Entdeckerlust, ein eingeborener Trieb, das Bekannte zu übersteigen, infrage zu stellen, Neuland zu betreten. Das ist Evolution.
So begeben wir uns auf die Reise, auf die Suche, wir lassen uns ein auf dieses Abenteuer. Auf unserer Reise begegnen wir dem Nichts, der Leere, dem Nullpunkt, dem Nichtwissen. Wir freunden uns an mit dem Nichts. Das kann auch Angst machen, es gibt Ent-Täuschung, Verlustgefühl, Unvermögen, Versagen … alle Künstler kennen das, diesen zuweilen schmerzvollen Geburtsprozess.
Aber wir kennen auch die erwartungsvolle Spannung. Denn am Nullpunkt werden wir – nicht ohne Geduld – fündig, etwas Neues wird geboren aus dem Nichts, aus dem Nichtwissen, es keimt geheimnisvoll im Dunkeln und tritt dann ans Licht. Aus einem Ahnen gebiert sich das Neue. Intuition.
Schöpferische Freiheit geschieht da, wo wir uns auf dieses Abenteuer einlassen, allen Konditionierungen entfliehen und bereit sind für das Wunder. Etwas erscheint in uns, durch uns, das wir selbst noch nicht kennen. Und das bringt Glück, ein tiefes Staunen, eine Freude, Erfüllung, Sinn. Das kann auch blitzartig geschehen, ganz spontan.

Unser Anderssein sollten wir nicht kritisieren, sondern neugierig uns selbst zum Forschungsobjekt machen. Was ist meine Einzigartigkeit, wie möchte sie sich artikulieren? Welche Elemente brauche ich dazu, was gilt es zu entwickeln, zu fördern? Wie kann ich ganz zu mir selbst stehen? Mich ganz annehmen, ja lieben? Das sind unsere Herausforderungen, die Hürden auf dem künstlerischen, dem musischen Weg, dem Weg unserer Menschwerdung. 
Wirklich frei sind wir erst, wenn wir ganz dem Nichts vertrauen, dem Urgrund, der schöpferischen Quelle von allem. Schillernde Facetten der Schöpfung reflektieren sich in uns.

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Proklamation der Freiheit

„Verkünden wir den freien Menschen, der sein volles schöpferisches Potenzial in einer friedlichen Welt verwirklichen kann. Ohne Rüstungsindustrien und Kriege. Unsere Werte sind Respekt voreinander, Achtung, Wertschätzung, Rücksicht, Unterstützung, Verantwortung, Mitgefühl, Liebe. Respekt auch im Umgang mit den Tieren, den Pflanzen, den Böden und den Schätzen von Mutter Erde. Jeder Mensch kann gesundes Essen, ein Dach über dem Kopf, eine gute und ethische Erziehung, Ausbildung und soziale Absicherung erhalten, sowie reines Wasser, gesunde Nahrung und gesunde Heilmittel. Es ist genug für alle da. Wir sind eine Menschheitsfamilie. Ein gerechter Ausgleich von Allem für alle ist möglich. Unsere Vision ist klar für das Leben, für eine weltweite Gemeinschaft in Gerechtigkeit und Frieden mit allem Leben auf unserer Erde.“ (MS)

Markus Stockhausen ist Musiker, Trompeter, Komponist und Lyriker
In diesem Sommer ist seine neue CD Free Spirits erschienen
http://www.markusstockhausen.de

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