Dann müssen wir wach sein

clausAllgemein

So oft spricht da der Wunsch aus uns
Dir zu begegnen
In der Stille auf Dich zu warten

Um dann doch zu meinen
Du kämst nicht
Seist nicht da
Bloß weil unsere Vorstellungen
Dir ein Bild gegeben haben
Und eine Erwartung

Dann wieder heißt es
Du seist ja immer da
Weil Du ALLES JEDERZEIT bist

Immer wieder erschienst Du doch auch Menschen
In wechselnden Formen
Und gar in menschlicher Gestalt
Damals in Galiläa

Was gilt denn nun
Da ist kein Wissen über Dich
Kein Beleg
Geschweige denn Beweis

Wozu all das Bemühen
Das Sitzen in der Stille
Das hoffende Gehen im Wald
Der sehnsuchtsvolle Eintritt in die Nacht
Das innerliche Gebet
Und manchmal das Schreien

Es ist gut so
Dass wir nicht wissen
Aber Gewissheit in uns tragen
Dass wir die Wahrheit nicht aufschreiben
Aber sicher sein können
Immer in der Wahrheit der Einheit zu leben
Denn das Einssein können wir erfahren

Wenn Du Dich dann doch wieder zeigst
In welcher Gestalt auch immer
Um Hinweis, Trost oder Mahnung zu schenken
Dann müssen wir wach sein
Denn es hieß ja
Du kämst wie ein Dieb in der Nacht

Dann musst Du dich verlassen können
Dass jemand da ist
Der wartet
Und Dich empfängt

Oben auf dem Berg
Oder unten im Tal
Vor den Toren der Stadt
Oder auf dem Marktplatz
Oder in der Stille auf dem Kissen
In seinem Herzen

Immer leben wie „als ob“
Immer etwas Himmel über uns offenhalten

Nicht träge werden
Die kairoshaltige Luft atmen
Und einfach nur vertrauen
DU BIST

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