Die Landschaften der Liebe
sind uns vertraut
so wie die Abgründe
und undurchdringbaren Schluchten
die sich Leben nennen
So viele
die wir kannten
sind darin geendet
ungewollt
nichts ahnend
und doch verzweifelt
gegen die eigene Größe strebend
Bis sie fielen
Trauernd sehen wir ihnen nach
wenn die Konturen
beginnen sich langsam aufzulösen
Sie verstummen
und verschwinden
inmitten ihres Seins
Dann nehmen wir uns an die Hand
verlassen das Haus
und gehen hinaus in die Freiheit
Vorbei an dem alten Friedhof
und der kleinen Kapelle am Rande der Stadt
zum Horizont
Suchen die Blumenwiese
mit der verschwiegenen Bank
unter dem mächtigen Baum
Dort wenden wir uns den Himmeln zu
Dem über uns
dem in uns
und dem mit uns
Da lebt Liebe
spüren wir Sehnsucht
spricht nur noch Stille
in unser Herz
Und aus allen Himmeln
leuchtet Vertrauen
Eines Tages
an der Schwelle
werden wir glücklich sein
ob dieser Fülle
die uns gegeben
und nährte
beinahe ein Leben lang
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Das Blau hat mein Foto dem skandinavischen Mittsommerhimmel entnommen.

