Viele tausende Jahre ist es her, dass aus dem zweibeinigen, jagenden und sammelnden Herdenwesen jene Gestalt wurde, die sich Mensch nannte. In ihm war erwacht, was alles veränderte – Sehnsucht. Jene streckende Bewegung über sich selbst hinaus. Zum Übersteigenden hin, zum Größeren, zum Grund der Gründe, dem Ursprung und der … weiterlesen
An sich gut?
Recht ungleich verteilt, existieren in jedem Menschen Anteile von Gut und Böse, von Wolf und Giraffe, von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Zumindest können wir das ab dem Beginn der sogenannten Zivilisation konstatieren. In jeder Generation leben Menschen, die durch und durch gut sind bzw. es wurden; wir nennen sie … weiterlesen
Es bedarf nicht mehr…
Das Leben ist ein Wundereinfach und Zauber zugleich Aus sich selbst geborenist es, weil es istDas ist sein einziger Sinn Nur der Menschgibt Deutung hinzuSeiner Sehnsucht folgendund einem Rufden allein die Seele zu hören vermag Lob des LebensLob der SchönheitLob des ZauberhaftenLob des Unbegreiflichen In solchem Lobdrückt sich des Menschen … weiterlesen
Einhörner retten
Mein Smart-TV hatte ich gerade als Narkotikum in ein Altenheim gegeben; das Smartphone einem Obdachlosen geschenkt; das Abo der regionalen Zeitung der nächsten JVA überlassen. Endlich frei! Ein Nachbar kam an unserem Garten vorbei. Er äußerte sich entsetzt über die Kriege und all das Unrecht auf der Welt.Was für eine … weiterlesen
Schmerzmeer
„Nicht alle Schmerzen sind heilbar,denn manche schleichen sichtiefer und tiefer ins Herz hinein,Und während Tage und Jahre verstreichen,Werden sie Stein.“(Ricarda Huch) Als Empfindungswesenist der Schmerz uns beigegeben Der Schmerz des Leibesund jener der SeeleDer Schmerz des Herzensder von Verlusten sprichtderen Wundenblutnicht versiegen will In den dahin fliegenden Zeiten-Weltenverdunsten die Tränenvon … weiterlesen
Die Zeit liebenden Seins
„Die Zeit ist kurz,um Beweise unserer Liebe zu geben,und wir leben nur einmal.“ Dem Priester, Mönch und Seelsorger Maximilian Kolbe, der am 14. August 1941 in Auschwitz ermordet wurde, verdanken wir diesen Satz. Unscheinbar kommt er daher, wie so mancher Kalenderspruch. Doch Kolbes Leben gab Zeugnis für die Aussage. Und … weiterlesen
Die Widersprüche akzeptieren und aushalten
Es ist ja nicht so, dass nicht auch in früheren Jahrhunderten Kriege und Katastrophen die Erde überzogen hätten. Es gab jedoch wesentlich weniger Menschen. Die Welt war weniger komplex. Von dem, was sich außerhalb des erfahrbaren Nahbereichs ereignete, wusste man normalerweise nichts. Von kleinen Informationseliten, allerdings mit erheblicher Zeitverzögerung, vielleicht … weiterlesen
Die Liebe und das Denken
Es wird gesagt, dass die Liebe das Wesentliche im Leben sei. Wenn wir sie nicht haben, ist alles Andere nichts. Augustinus postuliert gar: Liebe – und dann kannst du tun, was du willst… Das klingt schön.Oft bleibt es aber nur ein Klang.Er erreicht uns.Wir nehmen ihn wahr.Er dringt jedoch nicht … weiterlesen
Geschichten und innere Heimat
Erzählungen malen Identitäten. Sie schaffen ein Feld der Geborgenheit. Während des Erzählens entsteht und wächst ein inniges Vertrauen in einen geschützten Raum hinein, zu dem niemand Zugang hat als der Erzählende und die Zuhörerin. Es ereignet sich eine Art Transformation, in der die Geschichte während des Hörens mit einem Teil … weiterlesen
„Die gute Nachricht“ und der Dienst am Leben
Manche heiligen Schriften werden auch als „Frohe Botschaft“ oder „Gute Nachricht“ bezeichnet. Völlig unabhängig von spezifischen historischen Konstellationen und Herausforderungen weisen ihre Essenzen auf Wege der Heilung und des Dienstes am Leben hin. In der Bergpredigt und den Gleichnissen Jesu etwa erschließt sich nahezu der gesamte ethische Horizont, wenn man … weiterlesen










