Die längste Reise

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Die Dehnung der Zeit durch Bewegung und Gravitation, wie Albert Einstein sie in seiner Relativitätstheorie beschreibt, bezieht sich auf äußere, auf physikalische Prozesse. Diese sogenannte „Zeitdilatation“ ist meß- und berechenbar. Anders die Dehnung der Zeit in unserer subjektiven Wahrnehmung. Ihr Messinstrument ist die Empfindung. Ruhe, Entschleunigung und vor allem Stille … weiterlesen

Strahlenkranz der Pandemie

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Es liegt eine außerordentliche, eine evolutionäre Chance in dem Geschehen, das die Menschheit überraschte wie ein Dieb in der Nacht. Ohne irgendetwas an persönlichen Schicksalen verharmlosen zu wollen, müssen wir die weltweiten viralen Prozesse in diesen Tagen als einen dramatischen Weckruf der Evolution sehen. Wir erhalten das Angebot zu einem … weiterlesen

Ruhe legt sich über das Land

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Der Mensch der Gegenwart hat sich selbstgewiss in dem Glauben eingerichtet, er sei der Regisseur in dem Drama, das seine Lebensverhältnisse und Lebensbedingungen aufführt. Ja, er sei nur dann eigentlich er selbst, wenn er dieser Einbildung keinen Zweifel gegenübersetze. Covid 19 schreibt das Drehbuch neu. Der Regisseur gibt ungewollt nun … weiterlesen

Bote und Begleiter

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Es scheint mir nicht leicht, etwas in Worten zu umschreiben, das unseren sinnlichen Augen nicht oder nur indirekt zugänglich ist. Es macht es auch nicht leichter, wenn man dabei auf herrschende theologische Lehren und Lehrsätze genauso verzichten will wie auf esoterische Gefühlsduselei. Hinweise soll allenfalls das geben, was sich seit … weiterlesen

Der andere Blick

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Manchmal frage ich mich, was Augen sähen, die aus einer anderen Dimension auf das Erdgeschehen und unser alltägliches Tun blickten. Einzelne Menschen, Länder, ja die Menschheit an sich würden sich als etwas zeigen, das nahezu vollständig in sich selbst verfangen ist und sich darin verliert. Von Nachrichten gelähmt, die Sinne … weiterlesen

Evolution der Fortpflanzung

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Im Zuge der Diskussionen um das Erdklima, das Artensterben und die Misshandlung unseres Planeten taucht als einer der wesentlichen Gründe die „Überbevölkerung“ auf. Wir sind zu viele für das sensible Gleichgewicht des Lebewesens Erde, sind zu selbstbezogen, zu anmaßend, zu gierig, zu gefräßig. So lautet das pauschale Urteil, und pauschal … weiterlesen

Relativität des Bösen

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Wenn wir das Böse als Kontrapunkt zum Guten sehen, als seine polare Ergänzung, so liegt darin zwar eine Wahrheit, doch zugleich greift dieses Bild zu kurz. Beide trennt nicht nur die innere Ausrichtung und handlungsbezogene Orientierung, sondern ein elementarer Wesensbestandteil. Denn im Gegensatz zum Guten, Lebensdienlichen, dem Sein und Werden … weiterlesen

Der Schauende

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Er war der Großmeister der Scholastik, Heiliger, Kirchenlehrer und Verfasser des bis heute wohl bedeutendsten theologischen Werkes, der Summe der Theologie (summa theologiae). Er versöhnte Philosophie und Theologie und betonte Klugheit, Erkenntnis und Vernunft hinsichtlich der großen metaphysischen Fragen. Thomas von Aquin (1225-1274) erschuf ein außerordentliches geistiges Universum, das ihm … weiterlesen

Äußere Welt und innere Kraft

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Die äußere Welt gleicht im öffentlichen, medialen Bewusstsein einem aufgewühlten Meer. Nachrichtenstürme aus verschiedensten Richtungen peitschen es auf. Brennende Länder, Viren, Krieg und Migration, menschliche Katastrophen, leidende und sterbende natürliche Mitwelt… Wie in diesem Toben die Koordinaten des eigenen Lebens im Gleichgewicht halten? Wie auf der Skala des realen und … weiterlesen

Ewigkeit

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Sie scheint ein Reich weit jenseits aller Zeit und aller Grenzen. Aus dem Irdischen taugt kein Maßstab. Fassbare Koordinaten zerfließen in Hoffnungen, Träumen und Sehnsüchten. Großvater, was ist das, Ewigkeit? Weißt du, mein Junge, das weiß niemand so genau, aber ich erzähle Dir dazu eine Geschichte: Hinter allen Kontinenten und … weiterlesen