Die Liebe und das Denken

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Es wird gesagt, dass die Liebe das Wesentliche im Leben sei. Wenn wir sie nicht haben, ist alles Andere nichts. Augustinus postuliert gar: Liebe – und dann kannst du tun, was du willst… Das klingt schön.Oft bleibt es aber nur ein Klang.Er erreicht uns.Wir nehmen ihn wahr.Er dringt jedoch nicht … weiterlesen

Geschichten und innere Heimat

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Erzählungen malen Identitäten. Sie schaffen ein Feld der Geborgenheit. Während des Erzählens entsteht und wächst ein inniges Vertrauen in einen geschützten Raum hinein, zu dem niemand Zugang hat als der Erzählende und die Zuhörerin. Es ereignet sich eine Art Transformation, in der die Geschichte während des Hörens mit einem Teil … weiterlesen

„Die gute Nachricht“ und der Dienst am Leben

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Manche heiligen Schriften werden auch als „Frohe Botschaft“ oder „Gute Nachricht“ bezeichnet. Völlig unabhängig von spezifischen historischen Konstellationen und Herausforderungen weisen ihre Essenzen auf Wege der Heilung und des Dienstes am Leben hin. In der Bergpredigt und den Gleichnissen Jesu etwa erschließt sich nahezu der gesamte ethische Horizont, wenn man … weiterlesen

Du bist dir selber anvertraut

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Sie war einer jener Menschen, denen man mit Respekt, ja tiefer Bewunderung begegnet. Etty Hillesum, niederländische Jüdin, geboren 1914, ermordet 1943 in Auschwitz. Eine ins Leben verliebte Mystikerin. In ihrem Tagebuch (1941 – 1943), „Das denkende Herz“ notiert sie: „Ich bin mir selber anvertraut und muß mit mir selber ins … weiterlesen

Vergleiche töten

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Im Gegensatz zu Analysen taugen historische Analogien de facto für nichts. Denn alles ist einzig. Ein jedes Jahr, eine jegliche Stunde, ein jeglicher Mensch und das geschichtlich-kulturelle Feld sowieso. Selbst wenn es in Traditionslinien beheimatet ist, besitzt das momenthaft Aufscheinende etwas nur ihm Zugehöriges.Lebensenergien – biologisch, organisch, sozial und kulturell … weiterlesen

Der Geist des „Westens“ – eine Liebeserklärung

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Es ist dieser Zeit mit den sie charakterisierenden Polarisierungen und Popularisierungen eigen, in Bezug auf Kulturen oder politische Systeme von überlegen oder unterlegen zu sprechen. In der Folge gehen kultursensible Betrachtungsweisen schnell verloren; und mit ihnen die entsprechenden Besonderheiten, Feinheiten und vor allem historischen Gewordenheiten . Manchmal fallen sie gar … weiterlesen

Das Wort

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Des Menschen AusdruckSein GewandSein SchmuckSein SchreckenEin Klanggemälde der Gedanken Spiegel vieler Facetten des WesensHelles und LichtesDunkles und DüsteresRuhiges und BesänftigendesAufbrausendes und Impulsives Das Wort folgt Empfindungenformiert sich aus Gedanken Manchmal einer Träne gleichdie still aus der Seele fließtManchmal überschäumendals vertonte Freude Form und Erscheinungangeglichen an den Raumin den es gesprochen … weiterlesen

Die Ästhetik des Niedergangs

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Auf das vorgeblich Schöne, das Makellose und frei von Brüchen sich Präsentierende hin, orientiert sich die Konsumgesellschaft. Konsum nicht nur der Dinge und arrangierten Gegebenheiten, sondern des Lebens selbst. Doch Sein sieht sich so grundlegend miss-, bzw. zu kurz verstanden. Als sei das Leben des Menschen ein gesicherter Bestand und … weiterlesen

Die Karawane

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Komm…schreibt der Mystiker RumiKomm zu unserer KarawaneSchließ dich ihr wieder an Auch wenn du deine Gelübdetausendmal gebrochen hastKomm trotzdem wieder Die Karawane vereint die Beharrlichendie Treuen und Aufrechtendie Gott in allem suchenum das Leben zu finden Die dem Ruf der Sehnsucht folgenund die Zeichen zu lesen vermögen Die ihr Scheitern … weiterlesen

Ein Jegliches mit eigenem Recht

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Nichts ist verlorenwas einmal warsolange einerdessen gedenktwas vorausging Alles hat seinen Platzsein Rechtseine WürdeWertung ist eine Illusion Nichts tauschen wollengegen Anderes Schmerz nicht gegen FreudeLeid nicht gegen FrohgemutTraurigkeit nicht gegen UnbeschwertheitDunkel nicht gegen warmes Licht Die traurigen Stunden liebenEinsamkeit im stillen Geheimnisraum teilenSie nicht fortlächelnwenn sie zu einem Besuche weiltSie … weiterlesen