Alles hat seine Grenzen, manchmal gar Zäune. Das Grundstück, die eigene Leistungsfähigkeit, Staaten, die Sagbarkeit, die Macht, unser Wissen, der Anstand, die Liebe, die Zumutbarkeit. Selbst Friedhöfe. Nur das Universum nicht. Soweit wir wissen. Manche Grenzen haben eine objektive, intersubjektiv nachvollziehbare und als gültig erklärte Dimension. Andere entspringen einem rein … weiterlesen
Leben meint noch etwas anderes
Wo sollte der Maßstab dafür her kommen zu erläutern, wann ein Leben als gelungen und schön und ein anderes als fortwährendes Desaster zu bezeichnen sei.Geht es um Leid in Differenz zu Freude und Glück?Um Wohlstand als Gegenüber von Armut?Oder um Siechtum im Angesicht des Wohlbefindens anderer? Aus einer metaphysischen Ferne, … weiterlesen
Aushalten
Unsere Zeit fordert ein gehöriges Maß an persönlicher Frustrationstoleranz ein. Nahezu täglich sehen wir uns mit Fragen konfrontiert:Was müssen wir zulassen und aushalten?Was will ertragen werden ohne kräftezehrende Rebellion, die im Nirgendwo ausläuft, weil die Mächte des Gegenwärtigen und der Verhältnisse einfach zu stark sind? Eine unüberschaubare, unberechenbar gewordene und … weiterlesen
Finissage eines Lebens
Die oft bahnbrechenden Erkenntnisse in Anthropologie und Medizin haben dem alten Menschheitstraum vom ewigen Leben neue Facetten hinzugefügt. Schon jetzt sehen wir uns in einer Spirale der kontinuierlichen Existenzverlängerung mittels neuer Mittel und Methoden organischer Schadensbegrenzung und der Ersatzteilmedizin.Leben jedoch hat mit so viel mehr zu tun als körperlicher Gesundheit … weiterlesen
Thermometer der Befindlichkeit
„Soll man aufrichtig sein auch in Stimmungslagen, die ständig wechseln? Soll der andere wie ein Thermometer an die eigene Temperatur angeschlossen werden?“ Das fragte der deutsche Soziologe Niklas Luhmann in seinem Buch „Liebe als Passion“(1982); sicher in rhetorischer Absicht. Was einem in alltäglichen Gesprächen oder auch als ungewollter Ohrenzeuge in … weiterlesen
Es ist ein Kreuz
Aus den Symbolen der Menschheit ragt es heraus. Das Kreuz. Der waagerechte und der senkrechte Strich versinnbildlichen ein überzeitliches, grundlegendes Weltverständnis. So manches mag man darin erkennen. Etwa:Die gegenseitige Durchdringung von Geist (vertikal) und Materie (horizontal). Waagerecht zeigen sich Erdoberfläche und Wasserspiegel als das Fundament, auf dem der Mensch sich … weiterlesen
Die Mutter
Still steh ich am SteinVoll Wehmut und TrauerDu bist nicht mehr daHier ruht nurDein Gebein Ein jeglicher Abschiedträgt seinen SchmerzManchmal wie ein Stich ins HerzDoch wenn die Mutter gehtbist Du allein Sie trägt dich Schritt für Schritt ins LebenSie nährt dichWacht jederzeit mit SorgenBegleitet auch deine krummen WegeHauptsachesie führen ins … weiterlesen
Zukunftsgeist und Lebensmut
Wohl niemand vermag seriös abzuschätzen, was die gegenwärtigen Krisenphänomene in Welt und Umwelt bedeuten und wohin sie uns führen. Selbst Auflösung und weitestgehendes Verschwinden unserer Art liegen mit im Möglichkeitsraum.Man mag sich von diesem evolutionären Drama weiterhin distanzieren und sich in eine kleine Nische des Wohlbefindens zurückziehen; man mag es … weiterlesen
Ruf ich ins Dunkel
Ruf ich ins Dunkelwenn ich Dich sucheoder ist es das Licht Man sagt Du seist BeidesUnd auch wiederum nichtNiemals bekam jemandDich zu Gesicht Bist Du das Wunderoder der Schattenunendliche Machtoder zarte Gestaltfeinsinnige Ganzheitoder rohe Gewalt In solches Fragentief versunkentragen die Gedanken fortEs ist ein RingenIch will Dich zwingenErschöpft bleibt die … weiterlesen
Wir gehen nicht mehr mit!
Die Menschenwelt mag so seinwie sie ist Gezeichnet von GierTreu der Gottheit des Geldes folgend Das Unrecht akzeptiert Großes und Erhabenesschneller Befriedigunggeopfert Auf Gewaltso hört mankönne die Antwort nur Gewalt seinAnsonsten siege die GewaltSo löse Gewalt die Probleme Krieg schaffe FriedenUnd dieser könnenur kriegerisch verteidigt werdenWer nicht rüsteprovoziere den Krieg … weiterlesen










