Stille Felder der Verbundenheit

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„Nichts entzieht sich der Darstellung durch Worte so sehr, und nichts ist doch notwendiger, den Menschen vor Augen zu stellen, als gewisse Dinge, deren Existenz weder beweisbar noch wahrscheinlich ist, welche aber eben dadurch, dass fromme und gewissenhafte Menschen sie gewissermaßen als seiende Dinge behandeln, dem Sein und der Möglichkeit … weiterlesen

Die Kommunikation des Leidens

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Nur das Sterben und der Tod sehen sich noch stärker an den Randbereich unserer Kultur geschoben und mit einer dunklen Aura umwoben als das Leiden. Vom Schmerz her gedacht, der uns in größter Intensität ereilen kann – und zwar sowohl körperlich wie auch seelisch – ist das durchaus verständlich. Leiden … weiterlesen

Zuversicht

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„Du bist so jung wie deine Zuversicht,  so alt wie deine Zweifel.“ (Albert Schweitzer) Das Gegenwärtige konfrontiert uns wahrlich mit reichlich Einsichten, was unser Sein als Mensch und Menschheit betrifft. Das nüchterne Auge erkennt in dem, was ist und auf uns zukommt, ein Kaleidoskop des Schreckens. Das pandemische Außer-Kraft-Setzen der … weiterlesen

Vor sich selbst bestehen

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Es kann die Ehre dieser Welt dir keine Ehre geben,was dich in Wahrheit hebt und hält, muß in dir selber leben…Das flücht’ge Lob, des Tages Ruhm, magst du dem Eitlen gönnen;das aber sei dein Heiligtum: vor dir besteh‘n zu können.(Theodor Fontane) Vor sich selber zu bestehen, das setzt ein Bewusstsein … weiterlesen

Mindestens die Hälfte!

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Als die Wasser der Sintflut sich am 17. Tage des siebten Monats begannen zurückzuziehen, strandete die Arche im Gebirge Ararat (heutiges Ostanatolien), wie die Bibel berichtet (Genesis 8,4). Es dauerte noch, bis wirklich Land in Sicht war und man das Schiff, das wohl eher ein gewaltiger Holzkasten war, verlassen konnte. … weiterlesen

Der Eros des Erkennens

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Philosophie spricht von Liebe – philia, und zwar der Liebe zur Weisheit – sophia. Es ist eine geistige Liebe, wie sie auch zwischen Menschen als tiefe innere, manchmal spirituelle Verbundenheit bestehen kann, ohne dass sie ein körperliches Begehren miteinschließt. Eros, in der griechischen Mythologie der Gott der Liebe, fokussiert in … weiterlesen

Mythos – Die Kraft der inneren Bilder

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Dass der Mensch ohne Mythos nicht leben könne – diese Überzeugung vertritt etwa Friedrich Nietzsche (1844-1900). Dem kann man zustimmen. Aber worum geht es dabei? Etwas Geheimnishaftes und damit Unbestimmtes liegt im Wort Mythos und im dem, wovon er handelt. Es scheint sich der kalten industriegesellschaftlichen Rationalität zu entziehen, was … weiterlesen

Corona, die Angst und der Tod. Ein Zwischenruf

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Wie das Kaninchen auf die Schlange, blickt das Land auf Zahlen. Sogenannte Inzidenzwerte, ein manchmal beliebig erscheinender Messfaktor, der sich abhängig von durchgeführten Tests mal nach oben, mal nach unten bewegt, hält die Bevölkerung in einer Art Schockstarre. Modellberechnungen, die sich auf diese vom Robert-Koch-Institut mit mahnendem Gestus verkündeten Werte … weiterlesen

Fastenzeit

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Ein wenig wie aus der Gegenwartswelt gefallen, mutet manches religiöse Brauchtum an. Das Fasten gehört dazu, als Zumutung in einer Kultur, die viel auf sich gibt, weil sie viel zur jederzeitigen Verfügung hält. Alles käuflich. Verzicht stellt da einen Mangel her, provoziert ein Defizitgefühl, es sei denn, man entscheidet sich … weiterlesen

Allpräsenz – oder: Gott ist Geist

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Es gibt wohl keine schwerwiegendere und zugleich problematischere philosophische Frage als die nach dem Sein und dem Wesen dessen, was Gott genannt wird.  Zu einer Frau, die davon ausging, dass hinsichtlich göttlicher Existenz der materielle Ort bei der Anbetung eine Rolle spiele, sagt Jesus von Nazareth: „Gott ist Geist, und … weiterlesen