Da gibt es Handlungen oder Worte, die uns schon in dem Moment als defizitär oder ungut bewusst werden, in dem wir gerade dabei sind, sie auszuführen. Dann allerdings ist das Getane noch nicht zu Ende. Es verfolgt uns, etwas ruft nach Verbesserung und Korrektur. Das Gewissen fährt seine Stacheln aus. … weiterlesen
Zum Gipfel führt nur die Geduld
Es zeichnet den Menschen im Gegensatz zur Natur aus, dass ihn oft Eile und Unrast treibt, um Notwendiges und Gewolltes zu erlangen. Dabei ist er selber, wie uns Christian Morgenstern lehrt, ein Exempel der beispiellosen Geduld der Natur. Und das in doppeltem Sinne: Einmal brauchte das Leben auf der Erde … weiterlesen
Wunder und Wirklichkeit
Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen.(Augustinus von Canterbury, 546-604) Wunder gelten als weitestgehend unerklärliche Vorkommnisse, zumindest, wenn wir den Maßstab rationaler, wissenschaftlich gehärteter Vernunft anlegen. Auch lassen sie einen alltäglichen Erfahrungsbezug vermissen. Dass sie sich ereignen, ist zwar … weiterlesen
Ich habe es geahnt…
„Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus.“ (Alexander von Humboldt, 1769-1859) Da lebt so eine Ahnung, dass etwas auf einen zukommt. Sie breitet sich als diffuses, vages Vorgefühl in unserem Gemüt aus, das kaum zu unterdrücken ist.Manchmal wird die Ahnung Wirklichkeit. Ein anderes Mal stellen wir fest, dass … weiterlesen
Epilog
„Hindurch werden wir nur kommen, wenn wir wissen, wohin wir wollen.“ Dieses Zitat von Martin Buber war der Ausgangspunkt für das Auffalten der sieben Lebenshaltungen, die den Menschen und die Menschheit auf einen entsprechenden Weg führen und ihn darauf halten können. Zu wissen, wohin wir wollen, sollte allerdings nicht mit … weiterlesen
Sieben: Getragen vom Strom der Weisheit
Liebe Interessierte an meinem Blog. Sie können von nun an den Text auch von mir eingesprochen hören. Ein Link befindet sich am Ende. ******* Aus welchem Reservoir schöpfen wir, wenn wir nach Antworten auf die Frage suchen, wohin wir wollen? Es ist das Meer, der unendliche Ozean der Weisheit. Alles … weiterlesen
Sechs: Tätige Hoffnung
Hoffnung ist ein Lebenselixier. Wo der Mut zum Sein im Angesicht von unerträglich scheinenden Existenzbedingungen auszubluten droht, sendet sie einen Lichtstrahl aus dem Möglichkeitsraum des Zukünftigen. So gibt sie dem verzagenden Menschen eine letzte Zuversicht an die Hand, die es vermag, ihn aus dem Dunkel der Seele zu führen. Doch … weiterlesen
Fünf: Tapferkeit
In den antiken, aristotelischen Tugenden und ihrer Wiederbelebung in der Tugendlehre des Thomas von Aquin (1225-1274), spielt die Tapferkeit eine ganz wesentliche Rolle. Zwischen blinder Tollkühnheit und Feigheit liegend, gibt sie dem Leben Ernsthaftigkeit, Konsequenz und Verlässlichkeit. In ihr werde ich meiner Menschenwürde gerecht. Tapferkeit kann als die Bereitschaft verstanden … weiterlesen
Vier: Einfachheit
Sinnfragen könnten sich in einer Kultur, die auf Wohlstand, relativ sicherer Versorgung und einem weitgehend stabilen politischen System beruht, anders stellen als dort, wo der tägliche Kampf ums Leben und Überleben den Alltag bestimmt. Wo also durch die weitgehende Befriedigung der Grundbedürfnisse geistiger Raum wäre für die wesentlichen Fragen des … weiterlesen
Drei: Geschwisterlichkeit
Die Ehrfurcht vor dem Leben verändert die Haltung und die Weise, mit denen wir anderem Leben begegnen. Geschwisterlichkeit ist dafür der rechte Begriff. Ihn gilt es nun neu bzw. entsprechend weiterzudenken. In herkömmlichem religiösem Verständnis meint er die liebende Zuwendung auch zu den Menschen und Menschengruppen, mit denen wir nicht … weiterlesen





