Natürlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: wie weit ist sie von der Innenstadt entfernt, und wie lange hat sie offen. In der für ihn nicht untypischen Weise zwischen Ironie und Zynismus fertigt Woody Allen eine Frage ab, die uns Menschen seit Urzeiten beschäftigt. Das sogenannte „Jenseits“ … weiterlesen
Das Gefühl und die Erkenntnis
Es durchzieht das Tiefenverständnis unserer Kultur, dass Wissen und Erkenntnis auf rationaler Analyse beruhen. Gefühle und Emotionen haben da keinen Platz. Sie bringen Unschärfen ins Spiel, sind sie doch mehr oder weniger beliebig und zudem äußerst schwankend. Sagt man.Das scheint mir jedoch eine folgenschwere Verkennung zu sein. Denn der Mensch … weiterlesen
Durchbruchsenergie – die Intuition
Wo Denken und Grübeln an ihre Grenzen stoßen, wartet die Intuition, um einem verstockten und sich selbst im Wege stehenden Geist unter die Arme zu greifen. Sie ist die wohl unmittelbarste und stärkste Erkenntniskraft. Jeder Mensch kennt Intuition und die intuitive Regung als gefühltes Wissen, als den Geistesblitz, das Aha-Erlebnis, … weiterlesen
Mythos „Objektivität“
Gerade in Krisenzeiten erhebt sich der Wunsch nach einer unabhängigen und differenzierten Berichterstattung. Möglichst objektiv soll sie sein, also frei von subjektiven Einschätzungen und Bewertungen – spezielle Meinungsbeiträge einmal ausgenommen. Was in der Wissenschaft immer wieder eine grundlegende Herausforderung darstellt, an der sich jede Forschung messen lassen muss, bleibt in … weiterlesen
Auch Rast ist Reise
Status viatoris, Zustand des Wanderers, nannte die scholastische Theologie das Wesen des bewussten und nach Glückseligkeit strebenden Menschen: Es geht um den Unterwegs-Charakter unseres Daseins zwischen Schon jetzt und Noch nicht. Zum Werden hin sind wir geschaffen, trotz aller Vergänglichkeit. Der Sinn des menschlichen Seins erfüllt sich in Entwicklung, Erkenntnis … weiterlesen
Der Moment zeigt die Richtung
Gerade in Zeiten und Epochen wie diesen, mit ihren umfassenden Bedrohungen von Lebensprozessen auf allen Ebenen des Seins, wächst das Leiden an der Empfindung, nichts Wirksames tun zu können, um Schaden zu begrenzen oder abzuwenden. Mancher fühlt sich wehrlos und hilflos, vielleicht sogar unnütz, wenn man nicht inmitten dessen, was … weiterlesen
Ein Land ohne Vision geht zugrunde
Dies ist die Botschaft, die wir im biblischen Buch „Sprüche“ finden. Wenn ein Volk, eine Gemeinschaft, eine Organisation, eine Ehe, ja die Menschheit an sich eine beseelte Zukunft haben wollen, bedarf es dazu eines besonderen Blicks auf das Leben und auf das Ganze. Das Eigene erkennen im Bezug auf das … weiterlesen
Anders ist normal… Kontingenz
Ein wenig Scheu empfinde ich schon, über die vielleicht größte Selbstverständlichkeit innerhalb der menschlichen Existenz etwas niederzuschreiben. Das Abgleiten in die Banalität ist schnell passiert. Es geht um die grundsätzliche Offenheit und Ungewissheit unserer Seinserfahrungen. Legionen von Philosophen, Theologen, Psychologen und Soziologen haben sich darüber ausgelassen, oft in epischer … weiterlesen
Ästhetik und Systemrelevanz
Der Landkreis, in dem ich mein Zuhause habe, ist normalerweise nicht schlagzeilenträchtig. Es lebt sich hier still dahin, inmitten überwiegend industrieller Landwirtschaft und viel Massentierhaltung. Etwas hügelig, viel grün, nette kleine Dörfer. Coesfeld ist sein Name- aktuell in die Nachrichten geraten durch die in der Kreisstadt ansässige Tötungsfabrik namens „Westfleisch“. … weiterlesen
Fluss und Windhauch
Siddhartha, der als Romangestalt von Hermann Hesse den Weg des Buddha verkörpert, begegnet nach nahezu alles beinhaltenden Lebensstationen einem alten Fährmann namens Vasudeva. Dieser wird sein letzter Lehrer. Er lehrt ihn das Hören: auf die der Ewigkeit entspringende Stimme des Flusses, die auch sein Meister war. Lange leben die beiden … weiterlesen










