Auf einem Jesus-Wort ruht der Advent:Seid wachsam,denn ihr wisst nichtwann ich kommen werde… Wachsamwahrnehmungsfähigdie Sinne bereitet Der Innenraumempfindungstiefhochsensibelkurz vor wund Spürendas Bewusstsein überschreitendhineinin das Reich des Geheimnisvollen Signale von dortein Seelenhauchverschweigen sicheiner tönenden Weltprallen abam Schuttvon Lärm, Hektik und Advents-Klamauk Seid wachsam…In Behutsamkeit und Demutder Sehnsucht hingegebennach dem Ungeborenenund wartenden … weiterlesen
Dunkler Kairos, oder: Das Fenster der Verwundbarkeit
Von „Kairos“ wird gesprochen, wenn das Leben sich in eine Entscheidungszeit bewegt und das Schicksal gleichsam Gelegenheiten öffnet, in angemessener Weise zu handeln.Kairos-Zeit kann Heilszeit sein, ein Gnadenakt auch, im Kleinen wie im Großen. Das ist die gängige Lesart. Grundsätzlich aber öffnet sie zunächst „lediglich“ einen Optionsraum, der von unterschiedlichen … weiterlesen
Alltag und Transzendenz
Das Streben nach dem Darüberhinaus ist dem Menschen eingegeben. Grenzen zu überschreiten, kennzeichnet seinen Weg des Werdens und dient als Motor der Entwicklung – in jegliche Richtung; selbst zurück zur Barbarei. Und so gilt es zu unterscheiden, worauf das Überschreiten sich bezieht und mit welchen Interessen es verbunden ist. Überschreite … weiterlesen
Doch…
Wir werden es nicht schaffenZu gierigzu engkaum liebesfähigüber unsund die uns Nächsten hinaus Zu wenig VertrauenIn uns selbstals Mitschöpferund nicht nurAusbeuter und Zerstörer Zu viel Missachtungunserer Schönheitals Geistin dem die Schöpfungsich selbst erkennt Zu entfremdetvom Quell des Lebensvon der Energie der Liebevon Dir Wir werden erwacheninmitten von Blutmeerenzertrümmerten Heimaträumenunwirtlichen Landschaftenwütenden … weiterlesen
Herbstgedanken
Du wachst auf in jene Tage hineindie verstummen lassen Kein inneres Wortmöchte nach Außen tretenKein Gedankezum Klang deiner Stimme werden Stille ist dann die Sprachedas Denken gedämpftwie in Watte gepacktzu Boden sinkende Blätterdie sich sanft auf andere legen Bedächtig die Schritteam Rande der StadtBegegnungen meidendAllenfallsein leises Hallo Die früh sich … weiterlesen
Steh auf und komm
„Komm, komm, wo immer du gerade bist!Wanderer, Andächtiger, Liebhaber des Abschieds.Es spielt keine Rolle.Unsere Karawane ist kein Ort der Verzweiflung.Komm, komm, selbst wenn du deine Gelübdeschon tausendmal gebrochen hast.Komm, komm trotzdem wieder, komm!“(Inschrift auf dem Grab von Mevlana Dschelaleddin Rumi in Konya) Manchmal erscheint Leben als Leidenwird Überfluss zur Lastverzehrt … weiterlesen
14 Stationen zum neuen WIR
Eine Ehe sieht sich als zerstört. Zu sehr klaffen die jeweiligen Sehnsüchte, Träume und Erwartungen nach Jahren des gemeinsamen Weges nun auseinander. Zu tief eingegraben sind die Enttäuschungen, Verletzungen und die Erfahrung des alltäglichen Scheiterns inmitten der vertrauten Gewohnheiten und Routinen. Mit abgrundtiefem Unverständnis stehen sich bei aller Liebe Eltern … weiterlesen
Abenddämmerung, oder: „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“
Dieses Geständnis der Poetin Mascha Kaléko kann heute, inmitten des Zusammenbruchs ethischer Selbstverständlichkeiten, als Basissatz der Menschwerdung gesehen werden. Mit dem Wort Heimat drückt sich eine gewachsene Haltung dem Leben gegenüber aus, genau wie Liebe erst ihre Fruchtbarkeit erreicht, wenn sie zur Haltung gereift ist. Dann vermag sie sich weit … weiterlesen
Zweifel und Stille
Ich gesteheIch kenne die ZweifelOb da ein Gott seiOb da ein Absolutes walteAuf der ErdeIm UniversumIn den unbekannten unzähligen Dimensionen Ich kenne das GefühlWenn die Fragen nagenUnd aus dem Raum der SehnsuchtKeine Antwort kommt Keine, die ich zu hören vermagWeil die übersinnlichen OhrenVerstopft sindVom Getöse einer zerrissenen Welt Ich kenne … weiterlesen
Unsere kleine Reise
Unsicher an der WeggabelungSuchen inmitten scheinbarer LeereInnehalten wo Unrast nagtAnkommen in der Unausweichlichkeit des Wandels Lieben trotz aller VergänglichkeitVerletzt sein in all der Coolness einer KulissenweltIn Trauer niedersinkeninmitten der GleichgültigkeitTräumen über die kleine Reise hinaus Ja sagenVertrauen ohne PlanbarkeitSakramente leben wider alle HeucheleiScheitern in der Erwartung des ErfolgsVerzweifeln dürfenwenn die … weiterlesen










