Unweigerlich ist bei vielen Menschen die krisenhafte Zuspitzung des Gegenwärtigen nicht nur Auslöser von Sorge, sondern auch von Angst. Das mag eine allgemeine Zukunftsangst sein, Angst vor dem Verlust des Gewohnten und Vertrauten, Angst vor einem Sein, das sich in fast allen Koordinaten des Lebens als zunehmend fragil erweist. Solche … weiterlesen
Mutter der Utopie – Die Vision
Im alltäglichen Gerede einer Plastikkultur hat „Vision“ auch das Niveau eines Plastikwortes erreicht. Für alles Mögliche wird es benutzt. In Wirtschaftskreisen gilt es noch immer als schick und wurde letztlich doch völlig inhaltsleer, wenn man etwa von einer Unternehmensvision spricht und die Steigerung von Absatzzahlen meint. Worauf zielt der Begriff? … weiterlesen
Im Geist der Utopie
Thomas Morus (1478–1535) brachte das Wort „Utopie“ in die Welt. Der Humanist, katholische Heilige und Schutzpatron der Staatenlenker und Politiker entwarf den im humanistischen Sinne idealen Staat auf der Insel Utopia („nova insula Utopia“). Vom Begriffsverständnis her meint „Utopia“ das ideale Sein an einem Ort, den es nicht gibt, bzw. … weiterlesen
Was bleibt in diesen Tagen?
Immer mehr ist mir nach immer weniger Worten. Alles wurde schon so oft gesagt; an unterschiedlichsten Orten, durch unterschiedlichste Personen und Medien, gerichtet an unterschiedliche Zielgruppen. Und jeder Mensch, der sehen will, trägt alles in sich. Wer nicht sehen will, den erreichen auch keine Worte. Selbst nicht in diesen Zeiten. … weiterlesen
Freiheit, die ich meine…
Unausweichlich und unaufhörlich leben wir in Entscheidungen, die mal bedeutend, mal unbedeutender erscheinen. In ihnen scheinen wir frei. Was an sich großartig klingt, meint jedoch im selben Atemzug: Wir sind zur Entscheidung in Freiheit nicht nur befreit, sondern auch verurteilt. Und es stellt sich die Frage, wie weit die Freiheit … weiterlesen
Wer bist DU…?
Seit je ist da des Menschen Ruf: Führe mich in Dein GeheimnisÖffne den VorhangUnd sei es nur einen Spalt Warum verbirgst Du Dich vor mirWer bist DuWo bist Du Und ewig klingt die Antwort: Ich bin daUnd war nie fort Ich zeige michIn jedem BaumJedem singenden VogelJedem rauschenden WindJedem bewegten … weiterlesen
Von guten Mächten
Diese drei Worte sind untrennbar mit dem Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) verbunden. Er nahm sie als Titel für ein Gedicht, geschrieben im Advent 1944 aus der Gestapo-Haft für seine Verlobte, Maria von Wedemeyer. Es hat sieben Strophen, mit der letzten: Von guten Mächten wunderbar geborgen,erwarten wir getrost, was … weiterlesen
Abseits des Lichts – Über das Wesen des Bösen II
Das physische Böse, auch Übel genannt, das moralische Böse, das aus der Wahlfreiheit des Menschen resultiert und das kulturell verdichtete, in Strukturen eingebrannte Böse repräsentieren die in der Welt sichtbaren Wesenheiten. Wir können sie uns als allgegenwärtige Erscheinungen bis zu einem gewissen Grade erklären. Anders stellt sich das beim metaphysischen … weiterlesen
Abseits des Lichts – Über das Wesen des Bösen I
Es durchdringt die Geschichte der Menschheit, unübersehbar und allgegenwärtig. Wir verbinden Zerstörung, Unglück, Not und Leid damit. Es hinterlässt sprach- und fassungsloses Entsetzen, doch selten können wir es greifen. Es existiert und wirkt als grundlegende Potenz in jedem Menschen und bewahrt sich in der Vielfalt seiner Erscheinungsformen und Maskierungen zugleich … weiterlesen
Schöpferische Freiheit
Ein Gastbeitrag von Markus StockhausenWir können fragen: Was ist Unfreiheit, was macht uns unfrei, was schränkt uns ein, was bestimmt uns, was bindet uns, wo wiederholen wir uns? Im weitesten Sinne sind wir konditioniert durch Form. Was ist Form? Alles Erscheinende und Vergehende, alles Phänomenale, vom Gedanken bis zu einer Galaxie.Die … weiterlesen










