Der menschliche Geist scheint verurteilt zu messen, zu vergleichen, zu bewerten.Auch fragt er gerne nach dem Sinn.Er liebt das Warum.Und noch mehr liebt er die Antwort.Denn sie öffnet neue Frageräume. Immer jedoch setzt das Bemessende und Fragende Existenz voraus.Etwas muss in das Sein getreten, muss da sein, bevor der Geist … weiterlesen
Analoge Räume
Still und mit gesenktem Haupt bewegen sich mehr und mehr, vor allem junge Menschen durch die Straßen. Die Sneaker-Schritte auf realem Asphalt, das Bewusstsein hineingesogen in eine smarte Parallelwelt.Ein Paar in einem Café, die Augen nicht einander zugewandt, sondern jede(r) für sich fokussiert auf das Bildschirmtor zum digitalen Eigentlich.Das Kleinkind, … weiterlesen
Der weinende Prophet. Nachösterliche Gedanken
Stets neu wird die Metapher vom christlichen Abendland hervorgekramt und wie eine Hostie empor gehoben, wenn das kulturelle Selbstverständnis mit sich ringt, weil es seine vorgegeben scheinende Unhinterfragbarkeit doch in Frage gestellt sieht. Die dabei das christliche Fundament am Lautesten beschwören, verleugnen es allerdings zugleich durch Wort und Tat mit … weiterlesen
Handicap und Zeitenwende. Ein besonderer Blick
Ein Gastbeitrag von Hans-Willi Weis Was mich beim bloßen Gedanken an Katastrophe oder Krieg beunruhigt: Wo es von einer Sekunde zur anderen heißt, rette sich, wer kann, sind Behinderte übel dran. Mehr als andere jedenfalls. Angewiesen auf Rücksicht und Hilfe in einem Moment, da gefühlt nur der egoistische Ellbogen die … weiterlesen
Gnade
Sie gehört zu den Begriffen, die aus der Mode kommen oder besser: sich im Wahrnehmungsraum kultureller Selbstverständlichkeiten langsam auflösen. „Gnade vor Recht“ ergehen lassen – das mag sich als Bedeutung noch halten. Sie als Wesensgrund des Seins schlechthin zu verstehen, grenzt an Unverständnis in einer Zeit, der es beigegeben ist, … weiterlesen
Verunsicherung und Halt
Sie hat viele Facetten. Auf ihrem Streifzug durch das Gegenwärtige berührt sie nicht nur einzelne Menschen und Menschengruppen. Institutionen, Staaten und Kulturen sind infiziert. Manchmal scheint es gar, dass die Menschheit als Ganzes von ihr betroffen ist. Verunsicherung liegt wie ein Schleier über den individuellen und kollektiven Bewusstseinsfeldern. Wer sie … weiterlesen
Allmacht und Ohnmacht. Vorläufige Gedanken vor Ostern
Sich selbst zum Bilde schuf der Mensch die Gottheit, nach seiner Vorstellung entwarf er sie… Was Liebe, Zuwendung, Heilung, Bewahrung und Ermöglichung auf der einen und willentlichen Hass, willentliche Vernichtung und willentliches Böses auf der anderen Seite betrifft, lebt die Welt in Spaltung. Sie ist von einem unüberbrückbar scheinenden Riss, … weiterlesen
Prometheische Wandlung
Die freundschaftliche und fürsorgliche Zuwendung zum Menschen war mit einem hohen Preis verbunden. Nachdem er dem Sonnengott Helios Feuer gestohlen und es wider den Willen des Göttervaters den Menschen gebracht hatte, ließ der erzürnte Zeus Prometheus, Sohn der Titanen, an eine Felswand im Kaukasus ketten. Täglich kam ein Adler geflogen, … weiterlesen
Stille
Die Seele hält inneÖffnet den RaumWorte verstummenGedanken vertraunOdem kommt und Odem gehtDas Atmen wird Gebet Stille trügt nichtIhr Wesen ist tiefWunderbar klarVon Innen wahrUnd Odem kommt und Odem gehtDas Atmen ist Gebet Hinter der StilleEine eigene WeltEin UniversumEndlos und weitJenseits aller drängenden ZeitUnd Odem kommt und Odem gehtDas Atmen ist … weiterlesen
Das Wechselspiel von Innen und Außen
„Nur jene können wahrhaft diese Welt genießen, die mit der unsichtbaren beginnen…Nur diejenigen Menschen können die Welt gebrauchen, die gelernt haben, sie nicht zu mißbrauchen.“ (John Henry Newman, 1801 – 1890) Der britische Theologe spricht die Polarität in unserer Existenz an. Sie zeigt sich in Sichtbar und Unsichtbar, Gut und Böse, … weiterlesen








