Wenn kein Rat mehr weiterbringt, die Erinnerung an die großen Tugenden nicht in das unmittelbare Erfordernis des Moments hineinreicht; wenn sich Ratlosigkeit im Denken, Fühlen und Abwägen ausbreitet – dann bleibt als Orientierung und letztendliche Handlungsanweisung das Gewissen. Es findet seinen Platz jedoch nicht nur im Vorfeld des Tuns. Von … weiterlesen
Einfachheit in Perfektion
Gelegentlich kann man selbst in der Wahrnehmungsblase des Fußballs grundlegende Lebensweisheiten entdecken. So analysierte der deutsche Nationaltorwart Marc-André ter Steegen hinsichtlich des Spiels gegen Frankreich, im September des vergangenen Jahres: „Wir wollten eine Struktur haben, die relativ einfach ist. Manchmal ist es mehr, die Einfachheit in Perfektion zu bekommen.“Sich auf … weiterlesen
Was ist los in diesem Land?
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“ schrieb Heinrich Heine 1844. Es ist wohl eine der durch die Zeiten hindurch am meisten zitierten, auf Deutschland bezogenen Gedichtzeilen. Nun wird es vermutlich für die verschiedensten Menschen jeweils Verschiedenes sein, was sie mit Unruhe, Sorge … weiterlesen
„Gott“ lieben?
Es steht geschrieben:„Darum sollst du den Herrn deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ (Deuteronomium 6:5; Matthäus 22:35-38) Was soll der Mensch da eigentlich lieben?Und welche Art von Liebe wäre angemessen, bezogen auf das Unvorstellbare? Vorstellbares kann ich lieben und/oder mir Begegnendes. Und … weiterlesen
Täter wie uns
Ein Gastbeitrag von Christoph Roderig, Münster „Nie wieder ist jetzt!“, heißt es auf Plakaten, die bei Demonstrationen gegen das Erstarken von Faschismus, Rassismus, Hass und Hetze gegen Andersdenkende, Andersglaubende und Andersliebende in Deutschland hochgehalten werden. Gerade wurde auch wieder der Opfer gedacht. Am 27. Januar an die Befreiung des … weiterlesen
Die Stunde der Schönheit
Der Januar ist dunkel hier im Nordwesten, oft grau und kalt, nasskalt. In manche Tage muss man sich hineinfinden, ja hineinkämpfen; sie rufen nicht von sich aus danach, das Licht im Dunkel zu suchen und sich den wärmeren, hellen Tagen entgegen zu freuen.Das Land ist kälter geworden, was nicht am … weiterlesen
Schwarzer Kairos
Die Vorstellung, das Bewusstsein, ja die Gewissheit einer qualitativen Zeit, die potentiell in jedem Moment alles enthält, ist faszinierend und existentiell fordernd zugleich. Kairos, diese mythische und heilsgeschichtliche Gestalt, ruft den Menschen zu:Verliere dich nicht in der Vergangenheit, träume dich nicht weg in eine Illusion, die Zukunft heißt. JETZT ist … weiterlesen
Worauf noch vertrauen?
Je mehr im Sturm der Wandlung nicht nur Gewissheiten zerbrechen, sondern auch der materielle Boden angegriffen wird, auf dem Existenzen ruhen, desto stärker der Ruf nach Sicherheit vor den Bedrohungen. In Wasser stehende Dörfer, Städte und Landschaften wie zum Jahreswechsel, ganze Länder, in denen verzehrende Flammen sich ausbreiten, wie im … weiterlesen
Der Weg des WIR (3) – Ankommen im Heimatland
Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort begegnen wir uns.(Dschalal Ad-Din Rumi) Vielleicht ist es ja eine große Anmaßung zu glauben, irgendetwas ginge zu Ende. Es verwandelt sich doch bloß in eine andere Substanz, und alte Namen taugen einfach nicht mehr, und die bekannten Schubladen lassen sich nicht … weiterlesen
Der Weg des WIR (2) – Im Sturm der Wandlung
Was auch komme, den anstehenden Prozessen gilt es sich in Würde zu stellen. Dazu gehören der nüchterne und klare Blick auf die sich ausbreitenden Zerstörungen und die damit einhergehenden Bewusstseinsmanipulationen. Vergessen werden sollte jedoch nicht das wertschätzende Gewahrwerden dessen, was noch in unserer Verfügung und Gestaltung liegt. Demokratische Freiheiten, der … weiterlesen










