„Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort…“

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…formuliert Rainer Maria Rilke. Denn nur zu oft kennen sie keine Zurückhaltung, keine Scham und keine Ehrfurcht. Sie sprechen alles so deutlich aus:Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,und hier ist Beginn und das Ende ist dort. Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,sie wissen alles, … weiterlesen

Die Lichtseite des Menschen

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Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass wir als Menschheit nicht nur nicht wirklich weiterkommen, sondern permanent zurückgeworfen werden an Punkte, die doch eigentlich schon längst überwunden sein wollten und vor allem sollten. „Nie wieder Krieg“ schallte es nach 1945 über die Erde. „Es gilt Maß zu halten“ mahnte der … weiterlesen

Gewissheit in der Schwebe

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Wie wir die Welt sehen, das Kommen und Gehen der Dinge, das Werden und  Verwehen, liegt in der Eingebundenheit oder gar Verfangenheit in die Systeme und Lebenswelten begründet, die uns umgeben. Das schließt jene medialen Botschaften ein, denen wir uns aussetzen und die wir in unsere Lebenswelthorizonte integrieren. Entsprechende Erfahrungen, … weiterlesen

Das Gebet

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Da ist keine Gottheit, die wunschgemäß unseren Gebeten folgt. Kein göttlicher Wille bremst menschliches Versagen aus. Sonst hätte sich die Shoah, die unfassbare Katastrophe, nie ereignet. Wie viele Stoßgebete wird es in Auschwitz gegeben haben. Wir wissen nicht, wie sich die Opfer damit fühlten im Moment ihrer Vernichtung. Wie viele … weiterlesen

Die heilende Kraft der Resignation

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Der in diesen Zeiten kaum noch für möglich gehaltene Krieg in einer uns regional, historisch, politisch und kulturell nahen Weltregion; die verstörende Uneinsichtigkeit eines Großteils der Menschheit, was ökologisches Alltagsverhalten betrifft; die permanente Barbarei tierischem und pflanzlichem Leben gegenüber … sie bilden ein Panoptikum des Schreckens, in dem diejenigen Menschen … weiterlesen

Leben im Interim

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Der Traum von einer friedlichen und mit dem Leben versöhnten Welt kann selbst nur so lange in Frieden leben, wie er es schafft, von dem brutalen Widerspruch, der sich Realität nennt, nicht vergiftet zu werden.Ein Land überfällt rücksichtslos den Bruderstaat. Der wehrt sich, nimmt sein Elementarrecht auf Verteidigung in Anspruch. … weiterlesen

Äußere und innere Heimat

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So wie für das deutsche Wort Sehnsucht ist es auch für Heimat schwer, in anderen Sprachen eine rechte Entsprechung zu finden. Doch haben wir es hier sicherlich mit keiner dem deutschen Sprach- und Kulturraum vorbehaltenen Empfindungstiefe, die sich in diesen beiden Worten auszudrückt, zu tun. Vielmehr scheint es um eine … weiterlesen

Passion, Vernichtung und Transformation – eine Parabel

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Der Erzählgehalt einer Parabel weist in seiner Bedeutung über die Ursprungsgeschichte hinaus. In ihm verbergen sich, ähnlich wie bei einem Gleichnis, grundlegende Einsichten in den Schicksalsweg des Menschen. Herausragend steht dafür die Passionsgeschichte. Zunächst lesen wir hier von einem Geschehen, das sich vor knapp zweitausend Jahren in Palästina ereignet hat … weiterlesen

Die Würde der Pflanzen

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Mensch, Tier, Pflanze – unausgesprochen tragen wir diese Stufenfolge der Bedeutung von Leben in uns. Pflanzen stehen ganz unten, sind auf den Dienst an höheren Lebensformen hin gedacht. Zwischen der achtlos zertretenen kleinen Blume und dem Respekt und Geborgenheitsgefühle einflößenden mächtigen Baum, klaffen auf unserer inneren Skala zweifellos Welten. Doch … weiterlesen

Weit darüber hinaus

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Wenn es um die Lösung von Konflikten auf unterschiedlichsten Eskalationsstufen geht, haben wir normalerweise nur das im Blick, was sich aus den Interessen und Bedürfnissen der jeweiligen Konfliktparteien offen sichtlich ergibt. „Lösung‘“ kann dann bedeuten:Man tut erst einmal gar nichtsPartei A oder Partei B setzt sich durchMan sucht nach einem … weiterlesen