Ein Gastbeitrag von Mike Kauschke Das Leben macht uns sprachlos. Immer wieder. In der letzten Zeit ist es mir noch einmal intensiver bewusst geworden, wie ich angesichts von Geschichten von Menschen aus dem Krieg in der Ukraine oder des Artensterbens und der Vernichtung der lebendigen Mitwelt sprachlos werde. Ebenso in … weiterlesen
Achtsamkeit ist das Kind, Wachheit die Mutter
Achtsamkeit ist zu einer Schlüsselmetapher der Gegenwart geworden. Vieles wurde über sie gesagt, geschrieben; Achtsamkeitsschulen haben sich gegründet. Als eine spezifische Form von Aufmerksamkeit markiert sie eine besondere Qualität des menschlichen Bewusstseins – mental und körperlich.Geistes-Gegenwart, Unmittelbarkeit und Präsenz umschreiben sie genau so wie Bedacht-Sein in allem, was wir tun. … weiterlesen
Judas
Ein Mann, vom Meister erwählt und zum Jünger berufen, sieht sich in seinen Erwartungen enttäuscht. Er begeht Verrat und setzt damit einen folgenreichen Handlungsstrang in Gang. Festnahme, Verhör, Verurteilung, Vollstreckung.Judas, der Jesus ausgeliefert haben soll, gilt als die historische Verkörperung des Verräters aus niederen Beweggründen. Ein Judas steht außerhalb der … weiterlesen
Der Fels
Marc Aurel, Philosoph und römische Kaiser, der im zweiten Jahrhundert nach Christus lebte, wies dem Menschen zu, wie ein Fels zu sein, „an dem sich beständig die Wellen brechen. Er bleibt stehen, und rings um ihn legen sich die angeschwollenen Gewässer.“ Je unruhiger die Zeiten, je stärker das Zerfließen sogenannter Gewissheiten … weiterlesen
„Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort…“
…formuliert Rainer Maria Rilke. Denn nur zu oft kennen sie keine Zurückhaltung, keine Scham und keine Ehrfurcht. Sie sprechen alles so deutlich aus:Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,und hier ist Beginn und das Ende ist dort. Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,sie wissen alles, … weiterlesen
Die Lichtseite des Menschen
Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass wir als Menschheit nicht nur nicht wirklich weiterkommen, sondern permanent zurückgeworfen werden an Punkte, die doch eigentlich schon längst überwunden sein wollten und vor allem sollten. „Nie wieder Krieg“ schallte es nach 1945 über die Erde. „Es gilt Maß zu halten“ mahnte der … weiterlesen
Gewissheit in der Schwebe
Wie wir die Welt sehen, das Kommen und Gehen der Dinge, das Werden und Verwehen, liegt in der Eingebundenheit oder gar Verfangenheit in die Systeme und Lebenswelten begründet, die uns umgeben. Das schließt jene medialen Botschaften ein, denen wir uns aussetzen und die wir in unsere Lebenswelthorizonte integrieren. Entsprechende Erfahrungen, … weiterlesen
Das Gebet
Da ist keine Gottheit, die wunschgemäß unseren Gebeten folgt. Kein göttlicher Wille bremst menschliches Versagen aus. Sonst hätte sich die Shoah, die unfassbare Katastrophe, nie ereignet. Wie viele Stoßgebete wird es in Auschwitz gegeben haben. Wir wissen nicht, wie sich die Opfer damit fühlten im Moment ihrer Vernichtung. Wie viele … weiterlesen
Die heilende Kraft der Resignation
Der in diesen Zeiten kaum noch für möglich gehaltene Krieg in einer uns regional, historisch, politisch und kulturell nahen Weltregion; die verstörende Uneinsichtigkeit eines Großteils der Menschheit, was ökologisches Alltagsverhalten betrifft; die permanente Barbarei tierischem und pflanzlichem Leben gegenüber … sie bilden ein Panoptikum des Schreckens, in dem diejenigen Menschen … weiterlesen
Leben im Interim
Der Traum von einer friedlichen und mit dem Leben versöhnten Welt kann selbst nur so lange in Frieden leben, wie er es schafft, von dem brutalen Widerspruch, der sich Realität nennt, nicht vergiftet zu werden.Ein Land überfällt rücksichtslos den Bruderstaat. Der wehrt sich, nimmt sein Elementarrecht auf Verteidigung in Anspruch. … weiterlesen









