Ein Gastbeitrag von Hans-Willi Weis Was mich beim bloßen Gedanken an Katastrophe oder Krieg beunruhigt: Wo es von einer Sekunde zur anderen heißt, rette sich, wer kann, sind Behinderte übel dran. Mehr als andere jedenfalls. Angewiesen auf Rücksicht und Hilfe in einem Moment, da gefühlt nur der egoistische Ellbogen die … weiterlesen
Gnade
Sie gehört zu den Begriffen, die aus der Mode kommen oder besser: sich im Wahrnehmungsraum kultureller Selbstverständlichkeiten langsam auflösen. „Gnade vor Recht“ ergehen lassen – das mag sich als Bedeutung noch halten. Sie als Wesensgrund des Seins schlechthin zu verstehen, grenzt an Unverständnis in einer Zeit, der es beigegeben ist, … weiterlesen
Verunsicherung und Halt
Sie hat viele Facetten. Auf ihrem Streifzug durch das Gegenwärtige berührt sie nicht nur einzelne Menschen und Menschengruppen. Institutionen, Staaten und Kulturen sind infiziert. Manchmal scheint es gar, dass die Menschheit als Ganzes von ihr betroffen ist. Verunsicherung liegt wie ein Schleier über den individuellen und kollektiven Bewusstseinsfeldern. Wer sie … weiterlesen
Allmacht und Ohnmacht. Vorläufige Gedanken vor Ostern
Sich selbst zum Bilde schuf der Mensch die Gottheit, nach seiner Vorstellung entwarf er sie… Was Liebe, Zuwendung, Heilung, Bewahrung und Ermöglichung auf der einen und willentlichen Hass, willentliche Vernichtung und willentliches Böses auf der anderen Seite betrifft, lebt die Welt in Spaltung. Sie ist von einem unüberbrückbar scheinenden Riss, … weiterlesen
Prometheische Wandlung
Die freundschaftliche und fürsorgliche Zuwendung zum Menschen war mit einem hohen Preis verbunden. Nachdem er dem Sonnengott Helios Feuer gestohlen und es wider den Willen des Göttervaters den Menschen gebracht hatte, ließ der erzürnte Zeus Prometheus, Sohn der Titanen, an eine Felswand im Kaukasus ketten. Täglich kam ein Adler geflogen, … weiterlesen
Stille
Die Seele hält inneÖffnet den RaumWorte verstummenGedanken vertraunOdem kommt und Odem gehtDas Atmen wird Gebet Stille trügt nichtIhr Wesen ist tiefWunderbar klarVon Innen wahrUnd Odem kommt und Odem gehtDas Atmen ist Gebet Hinter der StilleEine eigene WeltEin UniversumEndlos und weitJenseits aller drängenden ZeitUnd Odem kommt und Odem gehtDas Atmen ist … weiterlesen
Das Wechselspiel von Innen und Außen
„Nur jene können wahrhaft diese Welt genießen, die mit der unsichtbaren beginnen…Nur diejenigen Menschen können die Welt gebrauchen, die gelernt haben, sie nicht zu mißbrauchen.“ (John Henry Newman, 1801 – 1890) Der britische Theologe spricht die Polarität in unserer Existenz an. Sie zeigt sich in Sichtbar und Unsichtbar, Gut und Böse, … weiterlesen
Das Gewissen – nicht nur in Zeiten des Krieges
Ob denn Waffenlieferungen in einer Kriegssituation an die überfallene und angegriffene Partei zu billigen seien – der Frage ging ich in meinem vorletzten Blog-Beitrag nach und habe mich positioniert. Die Entscheidung folgte einer Rationalität, wie sie die Bergpredigt unmissverständlich zum Ausdruck bringt und wie sie etwa auch die Freiheits- und … weiterlesen
„Der glaubt ja noch an Gott…“
Es ist Jahre her, dass ich mit einem Menschen beisammen saß, der zu den Mystikern unserer Zeit zählte. In dem Gespräch sagte er über einen befreundeten Mönch: „Der glaubt ja noch an Gott…“Lange habe ich in der Folge über diesen Satz nachgedacht, in ihn hineingefühlt und in die Resonanz, die … weiterlesen
Vernunft und Liebe in Zeiten des Krieges
Es geht in diesem Beitrag nicht um Rechthaben. Ich möchte den Blick auf einen Grundwiderspruch richten, in dem ich mich allerdings positioniere. Die Möglichkeit des Irrtums mitbedacht. *** Größer ist kein ethisches Dilemma vorstellbar.Mahnender könnte sich kein Fragezeichen aufbauen, wenn es darum geht, was denn Vernunft in diesen Zeiten sei.Rätselhaft … weiterlesen









