Jeder Mensch hat seine eigenen Wahrnehmungen, seine eigenen Empfindsamkeiten, entsprechende Weiten und Grenzen. Was vom Ich als spielerischer Gestus gemeint sein kann, trifft das Du als Kränkung. Was Dir als Ratschlag über die Lippen kommt, bewegt sich auf mich zu wie ein Geschoss. Nicht intendiert und doch Spuren hinterlassend – … weiterlesen
Was bleibt im Übergang?
Noch einmal zieht das irdische Sein, diese kurze Spanne zwischen Erscheinen und Verwehen an den inneren Augen vorüber.Es sind die Augen des tiefsten, des eigentlichen Wesens.Die Augen des Seelenfeldes, das den Menschen so weit, so unendlich weit übergreift. Kein Ding hat nun noch Bestand.Kein Geld mehr Wert.Kein Gold verfügt noch … weiterlesen
Manchmal…
Manchmal ermüden wirauf den Wegen zu uns selbst Vorbei an den Kohortender Enttäuschten und Verlassenenvorbei auch an unseren eigenen Enttäuschungendem sich wiederholenden Scheiterndem Versagen vor den eigenen Ansprüchen Manchmal reichen die Arme nichtum Sterne vom Himmel zu holendamit du wieder lachen kannst Um Sternenstaub zu streuenüber die Vergessenenund Einsamendie Enttäuschtenund … weiterlesen
Im Bereich des Möglichen
Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns etwas vorzumachen. Jene so selbstverliebten Selbstdarstellungen als Krone der Schöpfung waren schon immer eine Selbsttäuschung. Dem Zauber planetaren Seins sind die Menschen Totengräber. Das begann bereits vor hunderten von Jahren. Es tritt nun, mit der erzwungenen Einsicht in die Endlichkeit unserer Welt, nur … weiterlesen
Ferne Geschwister und hiesige Gottheit
Vermutlich seit der Mensch den Blick sehnsuchtsvoll zu den Sternen erhebt, lebt in ihm die stille Frage, ob da „draußen“ denn noch jemand sei. Lange Zeiten wurde solche Gedanken als unserer Einzigkeit zuwiderlaufend zurückgewiesen oder negiert. Auch die Wissenschaft gab sich lange skeptisch; seien doch die bio-chemisch-atmosphärisch-physikalischen Bedingungen für das … weiterlesen
Die Brandmauer
Die nach Parteifarben und Wahlkreisen eingefärbte Deutschlandkarte vom 24. Februar 2025 zeigt ein zweigeteiltes Land. Die ehemalige BRD überwiegend schwarz, die ehemalige DDR weitestgehend blau. Diese Aufteilung erinnert mich an Zeiten, in denen ich jünger war. Hier die vollkommene Freiheit, vor allem zum Konsumieren – dort das kommunistische Mangelregime. Dazwischen … weiterlesen
Von morgen her gedacht. Wie weit reicht die Liebe?
Uneigennützig, opferbereit, bedingungslos und vergebend sei die sich als christlich verstehende Liebe. In der Nächstenliebe findet sie ihren stärksten Ausdruck – gerade auch den Schwachen, in Not geratenen, Ausgestoßenen und den Feinden gegenüber. Sie schließt die Selbstliebe mit ein und gründet sich in einer alles umfassenden Gottesliebe. Durch nichts lässt … weiterlesen
Wir werden uns finden
Wir müssen uns Fragen stellenIn dieser Zeit Taugt es nochwie wir lebenIst es gerechtIst es klarZeigt zur Versöhnung hinwonach wir streben Führt uns die Liebeoder herrscht das EgalUmgeben uns Schattenoder doch eher Lichtwenn wenigstens manchmalunser Morgenrotdie dunkle Nacht durchbricht Was sagt mein SinnWas klärt der GeistWarum ruft mir das Herz … weiterlesen
Stell mich hin, wo du willst
Unsichere Zeiten zerfließender Gewissheiten und zunehmend fragiler Strukturen sind gekoppelt mit dem Auftreten und Erstarken von Personen, Gruppierungen und Staatenlenkern voll dröhnender Selbstgewiss- und Selbstgerechtigkeit. Sie verordnen Einfachheit im Denken, wo Umgang mit Komplexität gefordert ist; sie erwecken archaische Dualismen und eine entsprechende Auf- und Einteilung der Welt – in … weiterlesen
Auf dem Weg der reinen Sehnsucht
Dass der Mensch ein Sehnsuchtswesen sei, wer wollte das bestreiten.Dass er überhaupt erst Mensch wird durch seine Sehnsucht – auch das einsehbar. Die Sehnsucht ist Taktgeber und Kompass der Existenz. Sie drängt in die Ziele. Es war die Sehnsucht, die uns in das erste Erwachen führte. Damals, vor vielen tausend … weiterlesen









